5 Hausbau-Trends 2023
11.5.2023

5 Hausbau-Trends für das Jahr 2023 

Die Baubranche stand in den letzten Jahren vor besonders großen Herausforderungen: Vor allem die vergangenen beiden Krisenjahre sorgten in der Bauindustrie für ein (langsames) Umdenken. Aber nicht nur die Branche selbst muss sich ändern, auch die politischen Rahmenbedingungen und die Klimakrise sorgen dafür, dass Menschen anders bauen (wollen). Wichtige Trends dabei sind nachhaltige und recyclingfähige Baumaterialien und innovative Bauweisen, Flexibilität und Energieeffizienz. Wir stellen euch fünf Hausbau-Trends für das Jahr 2023 vor.  

  1. Fertighäuser für das schnelle Wohnen
  2. Flexibel bleiben mit dem Modularen Bauen
  3. Nachhaltig von Dach bis Keller
  4. Gebäude- und Dachbegrünung
  5. Smartes Wohnen
  6. Fazit: Nachhaltig und effizient für die Zukunft bauen

1. Fertighäuser für das schnelle Wohnen 

Im Jahr 2021 und 2022 gab es so viele Baugenehmigungen für Fertighäuser wie nie zuvor, und das nicht ohne Grund: Wände, Decken und Dächer von Fertighäusern werden in einem Werk vorproduziert und in Teilen zur Baustelle geliefert. Dort werden sie innerhalb weniger Tage zusammengesetzt. Die kurze Bauzeit vor Ort ist einer der wesentlichen Vorteile eines Fertighauses. Darüber hinaus besteht ihre Konstruktion zum Großteil aus Holz. Der nachhaltige Baustoff wird immer wichtiger für die Bauindustrie, vor allem wegen seines vergleichsweise geringen CO2-Ausstoßes, wenn Mann oder Frau andere Baustoffe wie zum Beispiel Beton betrachtet. 

Die Fertighaushersteller und -produzenten setzen immer mehr auf energieeffiziente Bauten, die je nach Bedarf individuell gestaltet werden können. Deswegen setzen immer mehr Bauherr:innen auf diese Variante des Eigenheims. 

2. Flexibel bleiben mit dem Modularen Bauen

“Das Eigenheim hält ein Leben lang”, nach diesem Motto bauen die meisten Menschen. Doch nur ein Teil der Bauherr:innen denkt daran, dass sich die Bedürfnisse im Laufe des Lebens ändern. Wer kurzfristig ein Home-Office benötigt oder weniger Zimmer, wenn die Kinder ausziehen, der kann sich mit dem modularen Bauen aushelfen. Wie bei Fertighäusern werden die Module beim Hersteller vorgefertigt und zur Baustelle geliefert: Der Unterschied ist jedoch, dass es sich bei den Modulen in der Regel um ganze Räume handelt, die dann zu einem Haus zusammengesetzt werden. 

Auf diese Weise haben Hausbesitzer:innen immer die größtmögliche Flexibilität, was Größe und Aufteilung ihres Hauses angeht. 

Der Hausbau von der Planung bis zum Einzug
User Symbol
Ideale Grundlage für den Hausbau
Kamera Symbol
Verständliche Erklärungen & Beispiele
Dokumente Symbol
Schritt für Schritt dein Haus planen
Wissens Symbol
Inkl. Planungshilfen & Checklisten
Das Hausbaubuch

3. Nachhaltig von Dach bis Keller

Umweltfreundliche und recyclingfähige Baumaterialien, erneuerbare Energiequellen und andere nachhaltige Maßnahmen gehören (bald) zu den Standards im Bauwesen. Das liegt einerseits an den verschärften politischen Bemühungen, den CO2-Ausstoß von Gebäuden so gering wie möglich zu halten, und andererseits daran, dass es Bauherr:innen immer wichtiger wird, möglichst nachhaltig und auch wohngesund zu bauen. 

Deswegen gibt es immer mehr Hersteller und Unternehmen, die innovative und grüne Produkte für den (privaten) Hausbau entwickeln und anbieten. Im Jahr 2023 war es für Hausbauende noch nie so einfach, ökologische Dämmstoffe, erneuerbare Energiequellen und Co. zu nutzen. In jedem Fall ein Trend in diesem und für die nächsten Jahre. 

4. Gebäude- und Dachbegrünung

Einige Bundesländer haben schon erste Entwürfe für die verpflichtende Dachbegrünung von privaten Hausdächern vorliegen, für die Zukunft werden sich wahrscheinlich immer mehr Städte und Kommunen daran beteiligen. Denn die Begrünung von Dächern und Fassaden kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, CO2-Emissionen zu reduzieren und Städte zu beschatten. Die ungenutzten Flächen auf Hausdächern bieten viel Potenzial für Pflanzen, Gräser und Co. Teilweise können auch ganze Beete oder Bäume auf dem Dach angelegt bzw. gepflanzt werden. 

Gründächer müssen jedoch bei der Hausplanung gut durchdacht und entsprechend konzipiert und gebaut werden. Sie erfordern zum Beispiel mehrere Schichten im Aufbau, um die Pflanzen einerseits mit ausreichend Wasser zu versorgen und andererseits keine Feuchtigkeit ins Haus oder die Garage zu lassen. 

5. Smartes Wohnen 

Immer mehr Bauherr:innen entscheiden sich direkt beim Hausbau für ein Smart Home. Das kann nämlich den Alltag erheblich erleichtern, macht aber auch energieeffizientes und teilweise auch barrierefreie(re)s Wohnen möglich. Mithilfe der smarten Geräte und Systeme lässt sich nahezu alles vom Smartphone oder Tablet steuern, auch von unterwegs. 

Es gibt intelligente Lösungen für die Heizungsanlage und die Temperatursteuerung sowie für das Öffnen und Schließen von Fenstern und Türen oder aber Systeme zur Überwachung oder Beleuchtung. Alle alltäglichen Prozesse lassen sich mit dem Smart Home einfach und automatisiert ausführen. 

Mittlerweile gibt es zahlreiche Hersteller und Systeme auf dem Markt: Solche Systeme, die im neuen Haus vernetzt eingebaut werden, müssen direkt bei der Hausplanung berücksichtigt werden. Es ist auch möglich, seinen Außenbereich smart zu planen. 

6. Fazit: Nachhaltig und effizient für die Zukunft bauen

Auch in diesem Jahr ist das nachhaltige Bauen für eine klimafreundliche Zukunft für den Hausbau einer der wichtigsten Trends. Allerdings geben die politischen Entscheidungen einen Großteil der Vorgaben zum ressourcenschonenden Bauen für (private) Bauherr:innen bereits vor, so müssen während des Hausbaus bestimmte Energiestandards eingehalten oder Heizungsanlagen verbaut werden, die zum Großteil mit erneuerbaren Energien betrieben werden können. All diese Faktoren werden sich in Zukunft voraussichtlich weiter verschärfen und den Hausbau grüner machen. 

Damit Menschen mit dem Eigenheim die größtmögliche Flexibilität bei womöglich auch geringeren Baukosten und schnellerer Bauzeit beibehalten, wird es immer mehr innovative Methoden für das Bauen geben, zum Beispiel mit Robotern.

Über den Autor
Sabrina Wallbaum
Content- & SEO-Managerin
Sabrina ist für alle Inhalte auf hausbaukurs.de und auf sozialen Medien zuständig. Neben ihrem Fachwissen als Immobilienkauffrau lässt sie in unsere Ratgebertexte jede Menge Leidenschaft für das Schreiben und Recherchearbeit einfließen, sodass unsere Leser:innen immer genau die Infos rund um ihr Anliegen finden, die sie gerade benötigen.

Ähnliche Artikel

Alle Ratgeber Artikel
Hausbau: News und Trends KW 21

Hausbau: News und Trends KW 21

News und Trends zum Thema Hausbau (KW 21): Nachfolger des Baukindergeldes startet im Juni, Baufinanzierungsbestand der Sparkassen sinkt zum ersten Mal seit 2012, Studie aus Japan: Wegwerfwindeln statt Sand am Bau, MDR-Dokusoap über den steinigen Weg zum Traumhaus

Hausbau News
Wallbox: Zu Hause das E-Auto laden

Wallbox: Zu Hause das E-Auto laden

Wallbox: Erfahre in unserem Ratgeber alles über die Ladestation für dein Eigenheim: Voraussetzungen, Installation, Kosten & Förderung.

Hausplanung
Hausbau: News und Trends KW 20

Hausbau: News und Trends KW 20

News und Trends zum Thema Hausbau (KW 20): Wallbox im Haus: Fachbetriebe setzen auf (Marken-)Qualität, Neues Urteil: Kunde erhält Vorfälligkeitsentschädigung zurück, Bauabnahme besonders wichtig

Hausbau News