Hausbau leicht gemacht: FAQ von (echten) Hausbauern
31/8/2023

Hausbau leicht gemacht: FAQ von (echten) Hausbauer:innen

Die Planung und der Bau des eigenen Hauses sind eine große Herausforderung: Gut, dass angehende Bauherr:innen von den Erfahrungen anderer Bauenden profitieren können. Wir haben drei Fragen und Antworten von (echten) Hausbauer:innen mit wertvollen Hintergrundinformationen für dich zusammengestellt. In diesem Ratgeber erfährst du alles zur Frage, wie du am günstigsten baust, welche Empfehlungen es zu Grundriss-Tools gibt und welches Material am besten für die Haustür geeignet ist. 

Was ist am günstigsten? Hausbau mit Fertighausanbieter, Bauträger, Generalunternehmer oder freie:r Architekt:in?

Zur Zeit stellen sich viele Menschen mit dem Traum vom Eigenheim die Frage, wie sie bei den gestiegenen Kosten überhaupt ein Haus bauen können bzw. welche der Möglichkeiten am günstigsten ist. Die Bauherr:innen, die schon am planen bzw. am bauen waren, waren sich hinsichtlich der Antwort einig, und zwar ganz klar - die Einzelvergabe der Gewerke im Idealfall mit Eigenleistungen ist am günstigsten. Die Einzelvergabe hat aber laut der Antwortgeber:innen nicht nur Vorteile. 

Für die Einzelvergabe der Gewerke, vor allem ohne Architekt:in, wird laut antwortenden Hausbauer:innen ein großes Know-how und viel Zeit benötigt. Schließlich müssen angehende Bauherr:innen, die die Gewerke einzeln vergeben, zunächst ein umfassendes Leistungsverzeichnis erstellen, das alle Arbeiten bzw. Materialien für die einzelnen Gewerke beinhaltet. Das kann nach Meinung der Befragten nur klappen, wenn Bauherr:innen gut planen und sich informieren. Nach der Erstellung müssen Angebote eingeholt und verglichen, Gewerke koordiniert und Arbeiten qualitativ überprüft und abgenommen werden, sofern das als Laie zulässig ist. 

Wer sich eine:n Architekt:in  zur Hilfe holt, der kann von den Erfahrungen, dem Know-how, aber insbesondere von den Kontakten der Profis profitieren. Das erspart einiges an Zeit, wie die antwortenden Hausbauer:innen finden. Es sei aber auch möglich, das alles ohne Architekt:in zu schaffen. 

Einige der Antwortgebenden fügen noch hinzu, dass es bei der Einzelvergabe im Gegensatz zur Beauftragung des Generalunternehmers den Vorteil gäbe, dass Bauherr:innen über den Standard hinaus bauen könnten, ohne dafür einen Aufpreis zahlen zu müssen. Bei der Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmer oder aber auch mit einem Fertighausanbieter ist es in vielen Fällen so, dass sie in ihren Bauverträgen lediglich standardmäßige Ausführungen vereinbaren. Möchten Bauherr:innen eine hochwertigere Ausstattung oder weitere Extras, wie zum Beispiel einen Whirlpool im Badezimmer, muss das extra bezahlt werden. In der Regel sind Sonderwünsche sehr kostspielig. 

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Welches Grundriss-Zeichenprogramm empfehlen Bauherr:innen?

Durch den Grundriss nimmt das eigene Haus erstmals Gestalt an: Wie groß soll das Wohnzimmer werden, wo sollen die Schlafräume hin und wie viele bodentiefe Fenster werden benötigt. All diese Fragen werden etwas konkreter, wenn Bauherr:innen sich an die Grundrissplanung machen. Dabei zeichnen einige Bauende den ersten Entwurf immer noch ganz klassisch per Hand, der Großteil nutzt jedoch Grundriss-Tools. Hier gibt es eine große Auswahl an kostenlosen bzw. kostenpflichtigen Tools, Apps und Co, mit denen Mann oder Frau den individuellen Grundrissentwurf gestalten kann. 

Am häufigsten antworteten die Häuslebauer:innen auf die Frage, welches Grundriss-Zeichenprogramm das Beste wäre, mit Sweet Home 3D. Die kostenlose Grundriss-Design-Software überzeugt vor allem durch ihre einfache Benutzeroberfläche, sodass es jede:m möglich wird, den eigenen Grundriss zu zeichnen. Laut Unternehmensangaben können mit dem kostenlosen Tool Wände, Türen, Fenster erstellt und Möbel eingefügt werden. Außerdem können Nutzer:innen die Farbe, Größe, Dicke und Position von Wänden, Böden oder Möbeln ändern. Ein weiterer Vorteil: Bearbeitet werden die Grundrisse in 2D, aber eine virtuelle Begehung ist auch in 3D möglich. 

Mithilfe einer (kostenlosen) Grundriss-Software lässt sich ein erster Entwurf des eigenen Traumhauses erstellen. 
Mithilfe einer (kostenlosen) Grundriss-Software lässt sich ein erster Entwurf des eigenen Traumhauses erstellen. 

Welches Material ist am besten für die Haustür geeignet?

Die Haustür ist die Visitenkarte des Hauses. Besucher:innen sehen vom Eigenheim in der Regel zuerst die Eingangstür. Dementsprechend legen viele Hausbauer:innen besonderen Wert darauf, dass die Eingangstür modern, hochwertig und einladend aussieht. Dabei wird das Design einer Haustür maßgeblich durch das Material geprägt, aus dem die Tür gemacht ist. Kein Wunder also, dass sich manche Bauherr:innen fragen, ob sie sich lieber für eine Holz-, Aluminium- oder Glastür entscheiden sollten. 

Unsere antwortgebenden Häuslebauer:innen haben keinen klaren Favoriten: Ein Teil würde Haustüren aus Holz, der andere Teil welche aus Aluminium bevorzugen. Beide Materialien haben Vor- und Nachteile: Während Holztüren durch ihr warmes und natürliches Design mit guten Wärmedämmeigenschaften überzeugen, gelten Aluminiumtüren als robustes und langlebiges Produkt. Holz muss allerdings regelmäßig gepflegt werden, Aluminiumtüren bieten nur mit zusätzlicher Isolierungsschicht einen ausreichenden Wärmeschutz und sind kratzempfindlich. Bei einem sind sich die Antwortgeber:innen jedoch einig, zusätzlich zur Haustür sollten Glaseinsätze, entweder in der Eingangstür selbst oder im Rahmen, verbaut werden, um so möglichst ausreichend Licht im Flur und Eingangsbereich zu schaffen. Beim Glaseinsatz sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Milchglas verwendet wird. Im besten Fall ist es auch ein spezielles Sicherheitsglas, um den Einbruchschutz zu gewährleisten.

Über den Autor
Sabrina Wallbaum
Content- & SEO-Managerin
Sabrina ist für alle Inhalte auf hausbaukurs.de und auf sozialen Medien zuständig. Neben ihrem Fachwissen als Immobilienkauffrau lässt sie in unsere Ratgebertexte jede Menge Leidenschaft für das Schreiben und Recherchearbeit einfließen, sodass unsere Leser:innen immer genau die Infos rund um ihr Anliegen finden, die sie gerade benötigen.

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