Hausbau: News und Trends KW 12
Veröffentlicht: 25.03.2024 · Zuletzt geprüft: 14.06.2026
Kurzantwort

Die Hausbaunews KW 12 (2024) behandeln drei Themen: Eine Studie des Bauherren-Schutzbunds zu typischen Schäden an PV-Anlagen, die starke Nachfrage nach der Förderung für Wärmepumpen und den stärksten Rückgang der Wohnimmobilienpreise seit über 20 Jahren.

Hausbaunews KW 12 (18.03.2024, 24.03.2024) 

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit Informationen und Trends für Bauende und alle, die es noch werden wollen.

Bauherren-Schutzbund: Studie über gängige Schäden an PV-Anlagen

Eine aktuelle Studie, die vom Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) in Auftrag gegeben wurde, identifiziert typische Probleme und Schäden, die bei der Installation und Nutzung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auftreten können. Diese Studie wurde vom Institut für Bauforschung (IfB) durch eine gründliche Analyse realer Fälle erstellt. Ihr Ziel ist es, Bauherr:innen für potenzielle Schäden zu sensibilisieren und sie über Präventionsmöglichkeiten zu informieren.

Florian Becker als Geschäftsführer des Vereins erklärt, dass eine PV-Anlage nur effizient und fehlerfrei betrieben werden könne, wenn diese sorgfältig geplant und ausgeführt sei: „Die Ergebnisse zeigen, dass viele Fehler von Beginn an vermeidbar sind. Häufig sind sie auf einen unsachgemäßen Einbau oder eine falsche Auslegung der Anlage in der Planungsphase zurückzuführen.“

Die Studie macht deutlich, dass bei der Installation von PV-Anlagen auf qualifizierte Expert:innen und anerkannte Produkte gesetzt werden sollte: „Bauherren sollten Eigenleistungen und den Einsatz nicht zugelassener Produkte vermeiden. Sachverständige Begleitung und regelmäßige Wartung sind Schlüsselpunkte für eine langfristige und effiziente Nutzung”, so Becker. 

Quelle: Bauherren-Schutzbund veröffentlicht Studie über typische Schadensbilder an Photovoltaikanlagen | BSB (bsb-ev.de)

“Sehr gute Nachfrage” nach Förderung für Wärmepumpen

Etwa drei Wochen nach Beginn des Antragsverfahrens für den Austausch von Heizungen hat die staatliche Förderbank KfW Medienberichten zufolge rund 8000 Anträge erhalten. Laut Berichten von Table.Media und dem Portal "t-online", die sich auf das Bundeswirtschaftsministerium beziehen, beläuft sich die bisher zugesagte Förderung für die umweltfreundlichen Heizsysteme auf 124 Millionen Euro. Durchschnittlich wurden 15.500 Euro pro Antrag bewilligt, was einer Förderquote von 50 Prozent entspricht.

Ende des letzten Jahres hat die Bundesregierung im Rahmen des kontroversen Heizungsgesetzes eine Einigung zur Förderung erzielt. Jede:r Eigentümer:in soll Anspruch auf 30 Prozent erhalten können, während weitere 30 Prozent speziell für Geringverdiener im Eigenheim vorgesehen sind. Zusätzlich gibt es einen "Klima-Geschwindigkeitsbonus" von 20 Prozent, der sich im Laufe der Zeit verringert. Diese Förderungsarten können kombiniert werden, jedoch maximal bis zu 70 Prozent.

Gemäß Table.Media bezeichnete das Wirtschaftsministerium die ersten Antragszahlen als "sehr gute Nachfrage". Allerdings müsste die Anzahl der Anträge pro Woche mehr als dreimal höher sein, um das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von 500.000 Wärmepumpen pro Jahr zu erreichen.

Zu Beginn können nur Eigentümer:innen von Einfamilienhäusern, die selbst darin wohnen, einen Antrag stellen. Voraussichtlich ab Mai werden Eigentümer:innen von selbstbewohnten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und Wohnungseigentümergemeinschaften folgen können, und ab voraussichtlich August werden auch Eigentümer:innen von Mietobjekten berücksichtigt. Dies wird wahrscheinlich zu einem weiteren Anstieg der Antragszahlen führen.

Quelle: Wärmepumpen: Zahlen laut Bericht Indiz für „sehr gute Nachfrage“ (faz.net)

Wohnimmobilienpreise verzeichnen stärksten Rückgang seit über 20 Jahren 

Im vergangenen Jahr sanken die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland aufgrund einer schwachen Nachfrage infolge hoher Bauzinsen in einem Rekordtempo. Das Statistische Bundesamt gab kürzlich bekannt, dass sie im Vergleich zu 2022 um durchschnittlich 8,4 Prozent gesunken sind. Dies stellt den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2000 dar und ist gleichzeitig der erste Rückgang seit 2007. Vorher waren die Wohnimmobilienpreise von 2008 bis 2022 kontinuierlich im Jahresdurchschnitt gestiegen.

Die Bauzinsen sind aufgrund der Leitzinserhöhungen durch die EZB massiv gestiegen: „Der Preisrückgang ist nicht Ausdruck eines Überangebots, sondern allein Ausdruck der verschlechterten Erschwinglichkeit“, erklärt Experte Martin Güth. Auch im laufenden Jahr 2024 dürften die Preise von ihrem hohen Niveau aus noch etwas sinken. „Der allergrößte Teil des Rückgangs liegt aber hinter uns”, so Güth. 

Die Abnahme der Immobilienpreise verlangsamte sich zuletzt leicht: Im vierten Quartal sanken die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent, nach einem Rückgang von 10,1 Prozent im dritten Quartal und 9,6 Prozent im zweiten Quartal. Zwischen dem dritten und vierten Quartal sanken die Preise um 2,0 Prozent. Dabei fielen die Preise für Bestandsimmobilien um 2,1 Prozent und für Neubauten um 1,0 Prozent.

Zwischen Oktober und Dezember sanken die Immobilienpreise sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten. In den Top-7-Metropolen, darunter Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf, fielen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,1 Prozent. Für Eigentumswohnungen wurde ein Rückgang um 5,8 Prozent verzeichnet. In dünn besiedelten ländlichen Gebieten waren Ein- und Zweifamilienhäuser um 6,9 Prozent günstiger erhältlich, während Wohnungen um 2,8 Prozent im Preis gesunken sind.

Expert:innen zufolge wird erwartet, dass die Immobilienpreise in diesem Jahr weiterhin sinken, jedoch nicht mehr so stark wie zuvor. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter 14 Immobilienanalyst:innen dürften sie im Durchschnitt um 1,7 Prozent zurückgehen. Für das Jahr 2025 wird dann ein Anstieg von 3,0 Prozent prognostiziert.

ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski erklärt: „Generell erwarten wir eine längere Phase der Bodenbildung.” Weiter sagt er: „Die angespannte Situation im Bausektor mit nach wie vor hohen Lohn- und Materialkosten dürfte zu einer Verknappung des Angebots führen, was einen Aufwärtsdruck auf die Preise ausüben dürfte.“

Quelle: Preise für Wohnimmobilien sinken im Rekordtempo: Stärkster Rückgang seit 2000 (faz.net)

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Häufige Fragen

Was zeigt die Studie des Bauherren-Schutzbunds zu Schäden an PV-Anlagen?

Die vom Bauherren-Schutzbund e.V. in Auftrag gegebene und vom Institut für Bauforschung erstellte Studie identifiziert typische Probleme und Schäden bei Installation und Nutzung von Photovoltaikanlagen. Viele Fehler sind laut Geschäftsführer Florian Becker von Beginn an vermeidbar und gehen oft auf unsachgemäßen Einbau oder eine falsche Auslegung in der Planungsphase zurück.

Wie kann man Schäden an einer Photovoltaikanlage vermeiden?

Laut Studie sollten Bauherren auf qualifizierte Expert:innen und anerkannte Produkte setzen sowie Eigenleistungen und nicht zugelassene Produkte vermeiden. Sachverständige Begleitung und regelmäßige Wartung gelten als Schlüsselpunkte für eine langfristige und effiziente Nutzung.

Wie stark war die Nachfrage nach der Förderung für Wärmepumpen?

Etwa drei Wochen nach Start des Antragsverfahrens gingen bei der KfW rund 8.000 Anträge ein, die bisher zugesagte Förderung beläuft sich auf 124 Millionen Euro. Durchschnittlich wurden 15.500 Euro pro Antrag bewilligt, was einer Förderquote von 50 Prozent entspricht. Um das Ziel von 500.000 Wärmepumpen pro Jahr zu erreichen, müsste die Antragszahl pro Woche mehr als dreimal so hoch sein.

Wie stark sind die Wohnimmobilienpreise 2023 gesunken?

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die Preise für Wohnimmobilien 2023 im Vergleich zu 2022 um durchschnittlich 8,4 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2000 und der erste Rückgang seit 2007. Ursache war vor allem die schwache Nachfrage infolge hoher Bauzinsen.

Quellen und Methodik

Diese Ergänzung wurde redaktionell aus dem bestehenden Artikel und typischen Fragen von Bauherren abgeleitet. Sie ersetzt keine individuelle Finanzierungs-, Rechts-, Steuer- oder Energieberatung.

Über den Autor
Sabrina Wallbaum
Content- & SEO-Managerin
Sabrina ist für alle Inhalte auf hausbaukurs.de und auf sozialen Medien zuständig. Neben ihrem Fachwissen als Immobilienkauffrau lässt sie in unsere Ratgebertexte jede Menge Leidenschaft für das Schreiben und Recherchearbeit einfließen, sodass unsere Leser:innen immer genau die Infos rund um ihr Anliegen finden, die sie gerade benötigen.

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