Hausbau: News und Trends KW 9
4/3/2024

Hausbaunews KW 9 (26.02.2024 - 03.03.2024) 

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit Informationen und Trends für Bauende und alle, die es noch werden wollen.

Rund 1400 Familien setzen auf das Bayern-Darlehen

Etwa 1400 Familien in Bayern haben laut dem Bauministerium bisher ihren Wunsch nach einem eigenen Zuhause dank des Bayern-Darlehens, das vom Freistaat unterstützt wird, verwirklicht. Bau- und Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) äußerte sich dazu am Freitag in München: "Ich freue mich, dass unser Bayern-Darlehen so gut angenommen wird. Die hohe Nachfrage des vergangenen Jahres setzt sich auch heuer fort. Allein im Januar 2024 haben wir schon 219 Bayern-Darlehen gewährt. Das zeigt, dass wir in Bayern auf dem richtigen Weg sind." Das Darlehen des Freistaats unterstützt den Bau oder den Erwerb eines selbstgenutzten Hauses oder einer Eigentumswohnung, indem der übliche Zinssatz reduziert wird.

Das Bayern-Darlehen können alle Haushalte beantragen, die in Bayern ein Eigenheim für den eigenen Gebrauch durch Neubau, Umbau oder Erweiterung sowie Erwerb schaffen und die die Einkommensgrenzen der sozialen Wohnraumförderung einhalten. Als Beispiel liegt die Einkommensgrenze für einen Vier-Personen-Haushalt mit zwei Kindern bei 101.400 Euro brutto im Jahr.

Die Höhe des Darlehens ist auf ein Drittel der förderfähigen Gesamtkosten beschränkt. Derzeit werden drei verschiedene Laufzeiten angeboten: 10, 15 und 30 Jahre. Der Zinssatz beträgt drei Prozent weniger als der übliche Marktzins, wobei er bei mindestens einem Prozent liegen muss. Ab dem 1. März betragen die aktuellen Zinssätze für eine Bindung von 10 oder 15 Jahren 1,0 Prozent und für eine Bindung von 30 Jahren 1,20 Prozent.

Im März 2023 wurde von der Regierung beschlossen, das Bayern-Darlehen einzuführen. Das Hauptziel war es, den langsamen Fortschritt im Wohnungsbau durch finanzielle Anreize für private Bauherr:innen zu beschleunigen. Bayern liegt seit einiger Zeit hinter den angestrebten Zielen im Wohnungsbau zurück. Von den angekündigten 10.000 Wohnungen des Bayern-Heims bis 2025 sind bisher nur wenige realisiert worden.

Quelle: Knapp 1400 Familien nutzen Bayern-Darlehen für Eigenheim (msn.com)

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European Housing Report über die Immobilienpläne von Europäern

Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte das Maklernetzwerk Remax seinen European Housing Report, der die Immobilienpläne von rund 23.000 befragten Europäern widerspiegelt. Vorstandschefin für Remax Deutschland, Samina Julevic, erklärt: „Trotz historisch niedrigen Zinsniveaus, sinkender Kaufpreise, mehr Objekten und guter Verhandlungschancen haben die Deutschen die Möglichkeiten auf dem Immobilienmarkt bisher nicht genutzt.”

Insbesondere Deutschland gilt seit einigen Jahren als Mieterland: Knapp 57 Prozent der deutschen Haushalte leben zur Miete in Haus oder Wohnung. Eigenheime besitzen rund 41,2 Prozent. Einzig und allein die Schweiz weist noch eine geringere Eigenheimquote auf. In Süd- und Osteuropa sieht das anders aus: Hier besitzen über 70 Prozent der Haushalte Eigenheime. 

An die Spitze des europäischen Vergleichs schafft es Griechenland mit einer Eigenheimquote von 84,1 Prozent, darauf folgen Italien (83,4 Prozent) und Rumänien (82,2 Prozent). Hier werden Häuser in der Regel über mehrere Generationen weitervererbt. 

In Deutschland ist das Interesse am Kauf eines Eigenheims in letzter Zeit trotz der niedrigen Quoten gesunken. Dies liegt hauptsächlich an den höheren Kosten für das Bauen und die Finanzierung. Viele Interessierte trauen sich den Hauskauf, vor allem finanziell, nicht mehr zu.

Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind die 36- bis 45-Jährigen, von denen 40 Prozent die aktuelle Schwierigkeit, die Kosten mit ihren finanziellen Möglichkeiten in Einklang zu bringen, als größtes Problem betrachten. Bei den 56- bis 65-Jährigen spielt die Leistbarkeit mit 29 Prozent eine weniger bedeutende Rolle. Eine verbesserte finanzielle Situation im späteren Abschnitt ihres Arbeitslebens lässt diese Gruppe etwas gelassener an das Thema herangehen.

Wenn Immobilienangebote in ländlichen oder strukturschwachen Gegenden staatlich gefördert würden, könnte das für einen Teil der Bevölkerung durchaus interessant sein. Allerdings zeigt die Realität, dass die Mehrheit der Menschen andere Vorstellungen hat: 43 Prozent der Interessenten würden in der Stadt kaufen, 35 Prozent in der Vorstadt und nur 22 Prozent auf dem Land.

„Immerhin 18 Prozent der Befragten würden für die Aussicht auf Fördermittel sogar in eine weniger attraktive Gegend ziehen“, so Julevic.

Quelle: Immobilien: Das Verhältnis der Deutschen zum Eigenheim bleibt schwierig (handelsblatt.com)

Interhyp: Immobilienmarkt bekommt Dynamik zurück

Geringere Bauzinsen haben laut Jörg Utrecht, CEO der Interhyp Gruppe, zu steigendem Interesse an Immobilien geführt: „Erstmals seit einigen Monaten haben wir im Januar in unserem Interhyp-Immobilienindex für Deutschland wieder leicht steigende Preise gesehen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob wir hier am Beginn eines neuen Trends stehen.”

Bei einem Blick auf die großen deutschen Städte sind regionale Unterschiede erkennbar: In München haben sich die Immobilienpreise seit November 2023 stabilisiert (-01%). In Frankfurt hingegen sind sie leicht rückläufig (-0,8%). In Hamburg (+1,6%) und Berlin (+0,7%) ist erstmals seit März 2023 ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen. Sowohl ältere Immobilien (<1990) als auch neuere Immobilien (>2010) zeigen einen leichten Anstieg der Preise.

Die Zinssätze sind in den letzten Wochen spürbar gesunken, um 0,7 Prozentpunkte seit dem Höchststand im November. Dieser Rückgang der Zinsen zeigt sich sofort in den monatlichen Zahlungen. Seit dem Zinsrückgang beobachteten die Expert:innen von Interhyp eine steigende Nachfrage nach Immobilien. Der Markt erhält langsam wieder seine Dynamik zurück.

Die meisten Finanzinstitute im monatlichen Zinspanel von Interhyp erwarten, dass sich die Zinssätze für 10-jährige Darlehen in den nächsten vier Wochen auf einem stabilen Niveau um etwa 3,5 Prozent bewegen werden.

Auf mittlere bis lange Sicht, also innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate, gehen laut der Hälfte der Befragten, die auf der Website von Interhyp abgestimmt haben, die Zinsen für Baufinanzierungen in Richtung drei Prozent. Die andere Hälfte erwartet für diesen Zeitraum ein gleichbleibendes Zinsniveau mit Schwankungen zwischen 3,5 und 4 Prozent. Die meisten Expert:innen aus dem Zinspanel sehen keine Anzeichen für die ersten Leitzinssenkungen durch die Europäische Zentralbank vor dem Sommer 2024.

Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING, Carsten Brzeski, erklärt: „Die Finanzmärkte gehen aktuell noch immer von einer schnellen Zinssenkung der EZB aus. Da aber weder Aussagen von EZB-Mitgliedern noch die immer noch zu hohe Inflationsrate für eine schnelle Senkung sprechen, werden wir in den kommenden Monaten einen Anstieg der Kapitalmarktzinsen sehen. Jedenfalls sobald deutlich wird, dass die EZB frühestens im Juni den Leitzins senkt.“

Quelle: Interhyp-Zinsupdate: Dynamik kommt zurück in den Immobilienmarkt

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Über den Autor
Sabrina Wallbaum
Content- & SEO-Managerin
Sabrina ist für alle Inhalte auf hausbaukurs.de und auf sozialen Medien zuständig. Neben ihrem Fachwissen als Immobilienkauffrau lässt sie in unsere Ratgebertexte jede Menge Leidenschaft für das Schreiben und Recherchearbeit einfließen, sodass unsere Leser:innen immer genau die Infos rund um ihr Anliegen finden, die sie gerade benötigen.

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