Stressfrei durch den Hausbau: Tipps & Lösungen

Tipps und Lösungen für deinen stressfreien Hausbau

Der Traum vom eigenen Haus ist für viele Deutsche sehr erstrebenswert. Um sich diesen in Zeiten steigender Baustoff- und Immobilienpreise leisten zu können, packen Bauherren und -herrinnen gerne selbst mit an, um Kosten einzusparen. Nach der Arbeit, neben der Familie oder im stressigen Alltag müssen dann zusätzlich die Eigenleistungen auf der Baustelle untergebracht werden. So ein Projekt kann an den Nerven und den körperlichen Ressourcen zerren. Wie du den Stress zu mindestens minimieren kannst, verraten dir unsere Tipps und Lösungsmöglichkeiten. 

Wie kann ich Stress bei meinem Hausbau vermeiden?

Das Grundstück ist gefunden, die Baustelle eingerichtet und der Hausbau kann losgehen – aber ganz so schnell sollten sich Hausbauende nicht in ihr Projekt stürzen. Um Stress auf der Baustelle zu vermeiden, sollten sie sich erstmal bestmöglich informieren, ausreichend planen und ihre eigenen Fähigkeiten nicht überschätzen.  

Tipp 1: Planung ist alles!

Das Motto für deinen Hausbau sollte in jedem Fall lauten: Planung, Planung und nochmal Planung. Denn wer schon von Beginn an richtig geplant und kalkuliert hat, den erwarten im späteren Projekt weniger Schwierigkeiten. Hinsichtlich der Planung sind alle Faktoren des Hausbaus, der Finanzierung und von Verträgen, Versicherungen und Co. zu beachten. 

Im besten Fall wird für die erste Planung ein Architekt oder eine Architektin beauftragt. Die kann den Bauherren und -herrinnen die ganze Hausbauzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen, muss es aber nicht. Wer mit einem Architekten oder einer Architektin baut, der kann sich sicher sein, dass diese ausreichend Know-how und Erfahrung mit ins Bauprojekt einbringen können. 

Im Vorfeld sollten sich Hausbauende auch schon ein klares Bild von ihrem Traumhaus machen: Welcher Bodenbelag soll es werden? Wie soll die Treppe aussehen? Je konkreter die Vorstellungen, desto mehr Planungssicherheit gibt es.

Tipp 2: Eigenes Know-how schaffen!

In den meisten Fällen bauen Bauherren und -herrinnen nur einmal in ihrem Leben ein Haus. Klar, dass sie in dieser Hinsicht Laien sind, weil sie vorher noch nie so ein Projekt geplant und ausgeführt haben. Dennoch können sie sich eigenes Wissen und Know-how aneignen, indem sie sich auf Portalen, Fachbüchern und Internetseiten bestmöglich informieren und weiterbilden. In den Ratgeberartikeln von hausbaukurs.de findest du alle für dich relevanten Informationen, so kannst du dich gut auf deinen Bau vorbereiten. 

Mit dem zusätzlichen Wissen können Hausbauende ihren eigenen Bau besser planen, organisieren und gestalten. 

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Tipp 3: Zeitliche und finanzielle Puffer einplanen!

Selbst bei der besten Planung kann es zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen, die das Bauprojekt verzögern oder finanzielle Mehrbelastung mit sich ziehen. Die Faktoren dafür können zahlreich sein, z.B. Schlechtwetterereignisse, Verspätungen bei der Fertigstellung einzelner Gewerke, gestiegene Baustoffpreise und vieles mehr. Zu knappe finanzielle und zeitliche Planungen können zusätzlichen Stress verursachen, wenn Folgegewerke warten müssen oder wenn kurz vorm Einzug die Mietwohnung bereits gekündigt ist. Um unnötigen Stress zu vermeiden, sollten Hausbauende ausreichend Puffer einplanen, falls es mal nicht so klappt, wie ursprünglich geplant. 

Tipp 4: Experten und Expertinnen beauftragen

Beim Hausbau kann es wertvoll sein, Experten und Expertinnen an seiner Seite zu haben, die einen im Hausbauprojekt unterstützen können. Das können Handwerksunternehmen, Architekten und Architektinnen, aber auch Fachplaner bzw. Fachplanerinnen oder unabhängige Bauberater sowie -beraterinnen sein. Diese können nur für einzelne Bauphasen oder Gewerke beauftragt werden oder die Bauherren und -herrinnen über die gesamte Bauzeit begleiten. Bei Fragen, Materialbestellung und Co. können sie zum stressfreien Hausbau beitragen. 

Hausbauende sollten aber trotzdem nicht die gesamte Verantwortung an die Baupartner abgeben und auf der Baustelle regelmäßig präsent sein. Aber wie findet Mann oder Frau den passenden Baupartner für das Bauprojekt? Mit unseren Tipps zum Erfolg.

Tipp 5: Die eigenen Fähigkeiten nicht überschätzen

Bauherren und -herrinnen, die selbst Hand am Bau anlegen, möchten durch Eigenleistungen so viele Kosten wie möglich einsparen. Teilweise überschätzen sie dann aber ihre eigenen Fähigkeiten am Bau und es entstehen Fehler, die weitere Kosten und Probleme mit sich bringen. Deswegen ist die Devise: Schuster bleib bei deinen Leisten. Auch als Hobbyhandwerker oder -handwerkerin kann Mann oder Frau viel am Bau mit anpacken, vor allem wenn Profis vor Ort sind und Anleitungen geben können. Aber: An wichtige Arbeiten wie Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen, Dämmung und Dacheindeckung sollten immer nur Fachkräfte gelassen werden, insbesondere wegen der eigenen Sicherheit. 

Tipp 6: Allen Beteiligten Informationen bereitstellen

Damit der Hausbau mit allen Beteiligten reibungslos ablaufen kann, heißt es als Bauherr und -herrin gut informiert sein. Die Dritten, die am Bau mitwirken, müssen aber auch die für die Arbeiten notwendigen Informationen bereitliegen haben. Die Ergebnisse aus dem Bodengutachten sind zum Beispiel für die Tiefbauer und die Erdarbeiten von Bedeutung. Also sollten diese Beteiligten bestmöglich über Bodenbeschaffenheit und Co. informiert sein. Das eine Gewerk verzögert sich zeitlich? Also müssen Folgegewerke rechtzeitig informiert und koordiniert werden. Wer hier den Überblick behält, vermeidet zusätzlichen Stress auf der Baustelle. 

Tipp 7: Sachverständige beauftragen

Vor allem für Laien und Hobbyhandwerker und -handwerkerinnen kann es eine Entlastung sein, wenn sie von Sachverständigen unterstützt werden. Diese können zu unterschiedlichen zeitlichen Abständen, bei Fertigstellung eines Gewerkes oder bei der Schlussabnahme die geleisteten Arbeiten überprüfen und so Sicherheit über Fehlerfreiheit und Qualität der Ausführungen geben. 

Tipp 8: Schlüsselfertig bauen

Ein fertig gebautes Haus, in das Mann oder Frau nur noch einziehen muss, ist der stressfreieste Weg, um ein Haus zu bauen. Das schlüsselfertige Bauen wird immer beliebter, denn wenn die Zeit knapp ist, dann ist der Service „Aus einer Hand“ die entspannteste Wahl. Damit am Ende aber wirklich nur der Umzug bleibt, sollten sich Hausbauende den Baupartner für ihr Hausbauprojekt sehr gut aussuchen und auch die Verträge zweimal überprüfen. Jeder Baupartner versteht nämlich etwas anderes unter „schlüsselfertig“. Ein großer Vorteil des schlüsselfertigen Bauens ist, dass Bauherren und -herrinnen eine gute Kalkulationsbasis für Bauzeit und Finanzen haben. In der Regel wird hier mit Festpreisen gearbeitet. 

Was kann ich tun, wenn mir alles zu viel wird?

(Fast) jeder Bauherr und jede Bauherrin kommen mindestens einmal im Projekt an ihre körperlichen oder psychischen Grenzen. Die Doppel- oder Dreifachbelastung mit Familie, Beruf und Hausbau kann auf Dauer äußerst belastend sein, und dann muss eine schnelle Lösung her. In vielen Fällen reicht schon eine kurze Pause von der Baustelle, um seine Akkus wieder aufzuladen. Merken Hausbauende allerdings, dass das Projekt langfristig nicht allein zu stemmen ist, sollten sie sich professionelle Hilfe suchen. 

Hilfe holen

Spätestens an dem Punkt, an dem es nicht mehr weiter geht, sollten sich Hausbauende Hilfe holen. Das kann die Hilfe von Freunden, Familien und Bekannten sein, zum Beispiel beim Boden verlegen, spachteln oder tapezieren, oder die Hilfe von Dritten wie Architekten und Handwerkerinnen. Auch wenn das zusätzliche Kosten verursacht, kann es in vielen Fällen entstressen, wenn die Arbeiten mit anderen geteilt werden können. 

Bei der Beauftragung eines Generalunter- oder -übernehmers können Bauherren und -herrinnen den Großteil des Bauprojektes in die Hände von Profis geben. Für diejenigen, die keine Zeit oder Kräfte mehr haben, am Bau mitzuwirken, kann das eine passende Lösung sein.

Auszeit nehmen

Jede(r) braucht mal eine Pause, das gilt auch für Bauherren und -herrinnen. Ist der Zeitplan noch so straff, sollte trotzdem immer noch eine Auszeit von der Baustelle einkalkuliert werden. Wer auf der Baustelle dauerhaft gestresst ist, der ist in der Regel auch unproduktiver und unaufmerksamer, sodass häufiger Fehler entstehen. Selbst wenn Bauherren und -herrinnen sich keine Pause eingestehen wollen, sollten sie, um kostenintensive Baufehler zu vermeiden, sich ein wenig Zeit abseits des Hausbaus gönnen. 

Mit einem freien Wochenende oder einem Kurzurlaub können Bauherren und -herrinnen ihre Akkus wieder aufladen. 

Prioritäten setzen

Wenn alles zu viel wird, dann kann es helfen, wenn Hausbauende Prioritäten setzen und wichtige Arbeiten zuerst erledigen. Außerdem können für spätere Arbeiten schon Voraussetzungen geschaffen werden, wie zum Beispiel Leerrohre für weitere Elektroinstallationen verlegen, die dann später genutzt werden können. So sind die wichtigsten Arbeiten erledigt und weitere können getrost in die Zukunft geschoben werden. 

Garten und Außenanlagen, Garagen und Co. können erstmal vernachlässigt und auf das nächste Frühjahr geschoben werden, was den Hausbauenden zusätzliche Zeit und eine kleine Verschnaufpause verschafft.

Veröffentlicht am 
23.2.2022

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