Hausbau: News und Trends KW 25

Hausbaunews KW 25 (20.06.2022 - 26.06.2022)

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit Informationen und Trends für Bauende und alle, die es noch werden wollen.

Rauchmelder jetzt überall Pflicht

Deutschland beklagt 350 Brandopfer jährlich. Viele dieser Opfer werden durch giftige Rauchgase im Schlaf überrascht. Denn während des Schlafs funktioniert der Geruchssinn des Menschen nicht. Es ist also umso wichtiger, sich gegen diese lautlose Gefahr zu schützen. Ein wirkungsvolles Mittel sind die sogenannten Rauchmelder. Diese sind jetzt im gesamten Bundesgebiet Pflicht. 

Sachsen zieht als letztes Bundesland nach

Bisher galt die Rauchmelderpflicht in Sachsen ausschließlich in Neubauten und bei wesentlichen Nutzungsänderungen von Bestandsbauten. Diese Regelung ist jetzt glücklicherweise passé. Denn vor kurzem beschloss der Sächsische Landtag in Dresden, dass die Pflicht für Rauchmelder ausgeweitet wird. Diese gilt jetzt in allen privaten Wohngebäuden, und zwar in allen Schlafräumen und deren Zugängen. Außerdem gilt die aktualisierte Regelung zukünftig auch in Beherbergungsstätten, Tageseinrichtungen für Kinder und alte Menschen sowie Menschen mit Behinderung, für Krankenhäuser, sonstige Einrichtungen zur Unterbringung von Personen und in Wohnheimen. Es gilt eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2023. Das bedeutet, dass Eigentümer bis spätestens Ende 2023 nachgerüstet haben müssen.

Quellen: Schloss- und Beschlagmarkt

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Diese Erfahrungen sammelten andere Hausbauende in der Vergangenheit

Von nun an präsentieren wir euch hier, auf Basis von Interviews mit ehemaligen Hausbauenden (selbstverständlich anonymisiert), deren wichtigste Erfahrungen. Damit wollen wir euch helfen, unnötige Fehler zu vermeiden und somit Zeit und Geld zu sparen.

Unser Gesprächspartner (Anm. d. Red.: Wir nennen ihn Felix.) ist verheiratet. Seine Frau und er hatten zum Zeitpunkt des Hausbaus ein Kind und das zweite war bereits auf dem Weg. Das junge Paar entschied sich nach langer Grundstückssuche für ein Fertighaus in einer Mittelstadt. 

hausbaukurs.de: Welche Herausforderungen waren die größten während des Hausbaus?

Felix: Die Grundstückssuche war kompliziert. Wir benötigten fast ein ganzes Jahr, um ein passendes und vor allen Dingen bezahlbares Grundstück zu finden. Eine Bestandsimmobilie kam für uns nicht in Frage, da wir alles nach unseren Wünschen gestalten wollten. Letztlich hat dann doch alles gut funktioniert. Die Einhaltung unseres Budgets war ebenfalls herausfordernd. Es war nicht immer ganz einfach, den Überblick zu behalten. Aus diesem Grund habe ich dann auch eine Excel-Tabelle erstellt und dort alles minutiös festgehalten.

hausbaukurs.de: Was hat euch während des Hausbaus geholfen? Wer oder was hat euch unterstützt?

Felix: Wir entschieden uns für ein Fertighaus. Während des Baus war es enorm hilfreich, dass wir eine Ansprechpartnerin bzw. einen Ansprechpartner hatten, mit dem wir über alles sprechen konnten. Wir mussten eben nicht von Pontius zu Pilatus rennen, um Informationen zu erhalten oder überhaupt die passende Ansprechpartnerin bzw. den passenden Ansprechpartner zu finden. Natürlich haben wir uns regelmäßig mit Freunden und Bekannten ausgetauscht. Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid.

hausbaukurs.de: Lass uns über das liebe Geld sprechen. Seid ihr mit dem Budget ausgekommen? Welche Gewerke habt ihr in Eigenleistung erbracht?

Felix: Ja, das liebe Geld. Beim Bau des Hauses haben wir unser Budget nicht überschritten. Dafür hinterher bei der Gestaltung des Gartens und der Außenanlage. Das haben wir wirklich völlig unterschätzt. Unglücklicherweise kostete uns die Außenanlage nochmal 20 Prozent mehr. Wir haben überhaupt keine Eigenleistung erbracht. Handwerklich bin ich aber auch nur mittelmäßig begabt. 

hausbaukurs.de: Besten Dank. Wir wünschen dir und deiner Familie weiterhin alles Gute.

Für ein Drittel der Deutschen bleibt das Traumhaus ein Traum

Laut einer Studie des Instituts Rheingold, welches durch den Kreditvermittler Interhyp beauftragt wurde, trauen sich 34 Prozent der Deutschen mit Immobilienwunsch die Finanzierung des eigenen Wohntraums nicht zu. Inflationsraten von bis zu 8 Prozent, ständig steigende Baustoff- und Energiepreise und höhere Zinssätze machen Bauwilligen das Leben schwer. Die Studie untersuchte außerdem, ob eine Immobilie im Umland der Großstädte eine Alternative darstellt.

68 Prozent der Befragten wünschen sich ein Haus oder eine Eigentumswohnung

Insgesamt befragte das Rheingold Institut 2.200 Personen zu deren Wohnsituation und Immobilienplänen. Von den befragten Personen hegen 68 Prozent den Traum eines Eigenheims. Das sind vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Großstadt oder Speckgürtel?

Diejenigen, die sich ein Eigenheim leisten können, stellen sich ausnahmslos die Frage nach der Lage: Großstadt (ab 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern), Mittelstadt (20.000 - 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner), Kleinstadt (5.000 bis 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner) oder Landstadt (weniger als 5.000 Einwohnerinnen und Einwohner)? Laut der Studie bevorzugen 13 Prozent die Großstadt, 30 Prozent Mittel- und Kleinstädte und 57 Prozent das Dorf bzw. Das Umland. Der ausschlaggebende Faktor ist wie so oft der Immobilienpreis. In Berlin kostete eine Immobilie inklusive Nebenkosten im ersten Quartal 2022 durchschnittlich 585.000 Euro. Im Berliner Umland hingegen “nur” 526.000 Euro. Das ist ein Unterschied von 11,2 Prozent. In Frankfurt ist die Differenz noch größer. Dort liegt sie bei fast 20 Prozent. Hamburg setzt mit einer Differenz von 34,4 Prozent sogar noch eins drauf.

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Quelle: Spiegel Online

(Disclaimer: Diese Informationen erfolgen nicht im Rahmen eines konkreten Vertragsverhältnisses. Die The Good Home UG (haftungsbeschränkt) übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der zur Verfügung gestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die The Good Home UG (haftungsbeschränkt) sind grundsätzlich ausgeschlossen.)

Veröffentlicht am 
27.6.2022

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