
Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit Informationen und Trends für Bauende und alle, die es noch werden wollen.
Im Februar verzeichnete die Bauindustrie in Deutschland eine Zunahme sowohl bei den Bestellungen als auch beim Umsatz. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes aus Wiesbaden stieg der preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vormonat Januar um 1,8 Prozent. Im Bereich des Hochbaus, der sich auf den Bau von Gebäuden konzentriert, gab es eine Steigerung um 0,5 Prozent, während der Tiefbau, der Straßen und Leitungen umfasst, um 2,9 Prozent zunahm. Trotz dieser positiven Entwicklungen ist aus Sicht der Branche noch keine Trendwende in Sicht.
Im Februar 2024 verzeichnete die Branche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen realen Anstieg der Bestellungen um insgesamt 0,9 Prozent. In den ersten beiden Monaten des Jahres gab es einen Zuwachs von 1,1 Prozent. Unter Berücksichtigung von Preiserhöhungen verzeichneten die Auftragseingänge einen Anstieg um 4,1 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im vergangenen Jahr war die Branche von der Zurückhaltung der Bauherren aufgrund gestiegener Zinsen und Kosten betroffen.
Felix Pakleppa als Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe erklärt: “Wir sehen nach 22 Monaten zum ersten Mal kein Minus bei den Wohnungsbauordern.” Weiter sagt er: "Mit Blick auf die Baugenehmigungen ist das aber noch kein Wendepunkt." Im Februar sanken die Bewilligungen als Voraussetzung für Aufträge weiter. Tim-Oliver Müller, der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, wies ebenfalls auf ein Minus bei den Baugenehmigungen hin. Daher sieht er noch keine Trendwende.
Im Februar lagen die Umsätze im Bauhauptgewerbe sowohl in realer als auch in nomineller Hinsicht über dem Niveau des Vorjahresmonats: Preisbereinigt verzeichneten die Betriebe einen Anstieg der Erlöse um 2,0 Prozent. Der nominale Umsatz erhöhte sich um 2,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro.
Quelle: Statistisches Bundesamt: Mehr Aufträge am Bau im Februar (augsburger-allgemeine.de)
Beim Beginn der Bauarbeiten für ein umweltfreundliches Zementwerk in Lägerdorf hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am vergangenen Montag die Bedeutung eines schnellen Fortschritts betont. Das Werk, das sich im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein befindet und dem Unternehmen Holcim gehört, soll bis zum Jahr 2029 keine schädlichen Emissionen mehr verursachen. Um dieses Ziel zu erreichen, plant das Unternehmen den Einsatz einer innovativen Ofentechnologie, die jährlich zu einer Reduzierung des CO₂-Ausstoßes um 1,2 Millionen Tonnen führen soll.
Habeck betonte, dass an der Westküste Schleswig-Holsteins deutlich werde, wie grüner Strom zu einem wirtschaftlichen Vorteil für Standorte werde. Er ermutigte dazu, diese Botschaft auch in Deutschland zu verbreiten, insbesondere dort, wo der Ausbau erneuerbarer Energien noch zögerlich vorangehe.
Um das Zementwerk klimaneutral zu machen, plant Holcim gemäß ihren Angaben ab 2028, den Zementklinker unter Verwendung von reinem Sauerstoff zu verbrennen. Dies hat zur Folge, dass im entstehenden Prozessgas eine höhere CO₂-Konzentration vorhanden ist. Im Anschluss daran soll das entstehende CO₂ aus dem Prozess nahezu vollständig abgeschieden werden, bevor es in die Atmosphäre gelangt. Das extrahierte Kohlendioxid könnte dann gemäß Unternehmensangaben in der Lebensmittelindustrie für kohlensäurehaltiges Wasser oder in der Chemieindustrie als Rohstoff genutzt werden.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) betonte, dass wir auch in Zukunft nicht vollständig auf CO₂ verzichten können. Es sei ebenfalls unrealistisch, jeden CO₂-Ausstoß zu vermeiden. Deshalb sprach er sich neben der CO₂-Speicherung auch für die weitere Nutzung des Treibhausgases aus. Allerdings merkte er an, dass für die fortgesetzte Nutzung des abgeschiedenen CO₂, wie es auch im Holcim-Werk geplant ist, eine angemessene Infrastruktur erforderlich sei. In diesem Bereich gebe es noch Herausforderungen auf Landes- und Bundesebene, die bewältigt werden müssten.
Nach dem symbolischen Spatenstich folgt laut Holcim CEO Thorsten Hahn zunächst die Fertigstellung der Planungen, bevor mit dem Bau des Verwaltungsgebäudes begonnen wird. Anschließend werde der eigentliche Umbau in Angriff genommen. Das Endziel sei die Errichtung von etwa zwanzig neuen Gebäuden auf dem Werksgelände. Zusätzlich zum Bau des neuen Ofens neben dem alten Ofen werde letzterer nach Fertigstellung des Neubaus demontiert, erklärte Hahn.
Quelle: Bauindustrie: "Steinburg-Speed": Spatenstich für klimaneutrales Zementwerk | ZEIT ONLINE
Laut dem Finanzportal biallo.de sind die Bauzinsen n Deutschland seit März wieder gestiegen, obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt hat, die Leitzinsen im Juni senken zu wollen. Im Oktober 2023 war der Zins für Baufinanzierungen mit einer Laufzeit von zehn Jahren von etwa 4,2 Prozent auf unter 3,5 Prozent Mitte März gesunken. Seitdem sind die Zinsen jedoch wieder angestiegen und liegen mittlerweile bei fast 3,6 Prozent. Dies geht aus der Bauzinsen-Tabelle von biallo.de hervor.
Die FMH-Finanzberatung von Max Herbst verzeichnet einen ähnlichen Trend. Obwohl das Ausmaß des Anstiegs noch begrenzt ist, wird es angesichts der aktuellen Situation dennoch als bemerkenswert betrachtet. Fachleute diskutieren derzeit darüber, wie hoch dieser Anstieg ausfallen kann und welche Gründe er hat.
Die Bauzinsen sind eng mit den Renditen der Pfandbriefe verbunden, die von den Kreditinstituten genutzt werden, um die Hypothekenkredite zumindest teilweise zu refinanzieren. Diese Renditen wiederum richten sich nach der Bundesanleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren.
Expert:innen führen die steigenden Kapitalmarktzinsen vor allem auf die Anpassung der Zinspolitik der US-Notenbank Fed zurück. Die ursprünglich für März geplante erste Zinssenkung wurde aufgrund der anhaltenden US-Inflation nach hinten verschoben. Mittlerweile wird frühestens im Herbst mit einer ersten Zinssenkung gerechnet. Einige US-Finanzexpert:innen haben sogar wieder Zinsanhebungen ins Gespräch gebracht. Dieser Anstieg der Renditen für US-Staatsanleihen hat nun auch Auswirkungen auf Europa und zeigt sich auch in den Bauzinsen.
Weitere Fachleute führen den Zinsanstieg auch auf ein wachsendes Misstrauen des Marktes bezüglich der erwarteten EZB-Zinssenkung im Frühsommer zurück.
Quelle: Verrückt: Bauzinsen steigen wieder (finanznachrichten.de)
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Laut Statistischem Bundesamt stieg der preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe gegenüber Januar um 1,8 Prozent. Im Hochbau gab es ein Plus von 0,5 Prozent, im Tiefbau von 2,9 Prozent. Aus Sicht der Branche ist trotzdem noch keine Trendwende in Sicht, da die Baugenehmigungen weiter sanken.
Das Zementwerk des Unternehmens Holcim im schleswig-holsteinischen Lägerdorf soll bis 2029 keine schädlichen Emissionen mehr verursachen. Mithilfe einer neuen Ofentechnologie und der Verbrennung mit reinem Sauerstoff soll der CO₂-Ausstoß um jährlich 1,2 Millionen Tonnen sinken, das abgeschiedene CO₂ könnte in der Lebensmittel- oder Chemieindustrie genutzt werden.
Nach Angaben des Finanzportals biallo.de sind die Bauzinsen seit März wieder gestiegen. Der Zins für zehnjährige Baufinanzierungen war von rund 4,2 Prozent im Oktober 2023 auf unter 3,5 Prozent Mitte März gesunken und lag danach wieder bei fast 3,6 Prozent.
Fachleute führen den Anstieg vor allem auf die verschobene Zinspolitik der US-Notenbank Fed zurück, deren erste Zinssenkung wegen der anhaltenden US-Inflation nach hinten verschoben wurde. Die steigenden Renditen für US-Staatsanleihen wirkten sich auch auf Europa aus. Zudem spielt ein wachsendes Misstrauen des Marktes gegenüber der erwarteten EZB-Zinssenkung eine Rolle.
Diese Ergänzung wurde redaktionell aus dem bestehenden Artikel und typischen Fragen von Bauherren abgeleitet. Sie ersetzt keine individuelle Finanzierungs-, Rechts-, Steuer- oder Energieberatung.


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