Hausbau: News und Trends KW 49
December 12, 2022

Hausbaunews KW 49 (05.12.2022 - 11.12.2022)

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit Informationen und Trends für Bauende und alle, die es noch werden wollen.

Vielfach keine Fertigstellung von Wohnungen trotz Baugenehmigung

In vielen deutschen Städten zeigt sich eine Lücke zwischen Genehmigungs- und Fertigstellungszahlen von Wohnungen, wie eine aktuelle Studie des Maklerunternehmens von Poll zeigt. Untersucht wurden im Zeitraum von 2017 bis 2021 21 exemplarische A- und B-Städte in Deutschland. Die Entwicklung sei jedoch grundsätzlich rückläufig. 

Die höchste Zahl an Fertigstellungen in diesem Zeitraum verzeichnet Frankfurt mit 29,2 Wohnungen auf 1000 Einwohner und Einwohnerinnen. Auf nachfolgenden Plätzen zeigen sich München mit 27,8 sowie Hamburg mit 25,7 und Münster mit 25,1 Wohnungen. Die höchsten Genehmigungszahlen verzeichnet München mit 38,7 Genehmigungen pro 1.000 Einwohner und Einwohnerinnen. Frankfurt (37,1) und Leipzig (33,4), Münster sowie Dresden (je 32,4) folgen nach München.  

Schlusslicht bei den Wohnungsfertigstellungen sind Duisburg mit 6,1 Wohnungen und Bochum mit 8,2. In Duisburg seien auch die wenigsten Genehmigungen mit 7,7 Wohnungen pro 1.000 Einwohner im angegebenen Zeitraum zu verzeichnen. 

In den Städten Essen, Karlsruhe, Köln, Dortmund, Stuttgart und Bremen sind zwischen zehn und 15 Wohnungen zwischen 2017 und 2021 fertiggestellt worden. Die Genehmigungsquote in diesen Städten lag zwischen zehn und 16. 

Großstädte wie Düsseldorf oder Berlin zeigten eine Wohnungsfertigstellung zwischen 20 und 25 pro 1.000 Einwohner. Berlin hatte dahingehend eine hohe Anzahl an Genehmigungen (30,3), wobei die tatsächliche Errichtung bei einem Wert von 22,9 lag. 

Der Entwicklung zufolge sei jedoch eine rückläufige Tendenz zu erkennen. Danach seien in elf von 21 Städten die Fertigstellungszahlen zurückgegangen, die Genehmigungszahlen seien in 15 Städten rückläufig, heißt es im Onlineportal der Immobilienzeitung. 

Quelle: Deutlich mehr Baugenehmigungen als Fertigstellungen in vielen Großstädten (iz.de)

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Neue Förderpläne in der Kritik

In den vergangenen Monaten stellte die Bundesregierung neue Förderpläne für den energieeffizienten Hausbau in Aussicht – von diesen sollen im nächsten Jahr insbesondere Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen profitieren. Der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) kritisiert die Pläne für die Wohneigentumsförderung.

Förderung für Familien mit niedrigem Einkommen

Gefördert werden Familien, denen ein jährliches Haushaltseinkommen von 60.000 Euro zur Verfügung steht. Für jedes weitere Kind erhöht sich die Bemessungsgrenze um 10.000 Euro. Dafür erhalten sie im Zuge der Wohneigentumsförderung einen zinsvergünstigten Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), sofern das Neubauprojekt dem Effizienzstandard EH 40 erfüllt. 

Laut BSB erhalte eine Familie mit bis zu zwei Kindern so einen maximalen Kredit von 140.000 Euro mit einer voraussichtlichen Zinsverbilligung von zwei Prozent. Florian Becker als Geschäftsführer des Vereins sieht das kritisch: „Eine Familie, die unter die angedachten Bemessungsgrenzen fällt, kann sich derzeit einen Neubau, der den höchsten energetischen Anforderungen gerecht werden muss, auch mit der vorgesehenen Förderung schlichtweg nicht leisten.“ 

Direktzuschüsse oder Bauklimageld 

Eine größere Entlastung für diese Zielgruppe sehe er darin, die Anforderungen an den Neubau zu senken oder die Fördersumme zu erhöhen. Mithilfe von Direktzuschüssen oder einem Bauklimageld könne eine effektive Unterstützung für Bauende geschaffen werden. Becker erklärt: „Die Förderpläne der Bundesregierung sind nicht mehr als ein Lippenbekenntnis zur Zukunft des Eigenheims.” Das zeige sich laut Becker auch in dem bereitgestellten Fördertopf, der lediglich 350 Mio. jährliches Budget bereithalte: „Die veranschlagte Summe wird weder den wohnpolitischen Zielen noch dem sozialem Bedürfnis nach Wohneigentum gerecht”, so der Experte. 

Ebenfalls kritisierte er, dass nur neugebaute Vorhaben gefördert werden würden. „Eine Wohneigentumsförderung muss natürlich auch den Erwerb von Bestandsgebäuden berücksichtigen, das verdeutlicht bereits der Name des Programms.”

Quelle: Hausbau-Förderpläne der Bundesregierung laufen ins Leere | BSB (bsb-ev.de)

Glasbausteine wieder im Trend

Vor allem in den 60er- und 70er-Jahren setzten Bauende mit Glasbausteinen in Innen- und Außenwänden besondere Akzente. Nun kehrt der undurchsichtige Klassiker zurück – allerdings mit besseren Dämmwerten und in modernem Design. 

Unbegrenzt in Farbe und Form

Neben Fenstern bringen Glasbausteine in Innen- und Außenwänden einen entscheidenden Vorteil mit sich: Sie bilden eine zusätzliche Lichtquelle, zum Beispiel da, wo keine “normalen” Fenster verbaut werden können. Das kann unter anderem dann der Fall sein, wenn bestimmte Anforderungen an den Schallschutz oder die Einbruchsicherheit gestellt werden oder der Einbau des Fensters aufgrund der Maße schlichtweg nicht möglich ist. Aus praktischen, aber auch aus ästhetischen Gründen rücken Glasbausteine wieder ins Interesse von Häuslebauern. Das lässt sich auch im immer größer werdenden Markt für die gläsernen Steine erkennen: Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an den unterschiedlichsten Oberflächenstrukturen, Formaten und Farben. Zusätzlich überzeugt das Gestaltungselement mit verbesserten Dämmwerten als noch vor 50 Jahren. 

Vielfältiger Einsatz möglich

Viele Bauherren und -herrinnen setzen auf eine offene und helle Gestaltung ihrer Wohnräume - mithilfe von zum Beispiel Trennwänden aus Glasbausteinen lässt sich diese Offenheit trotz Abtrennung umsetzen. Ein weiterer Einsatz in Fenstergröße oder als Lichtstreifen in der Wand sorgt für Lichteinlässe. Die Glasbausteine lassen sich sowohl in Innenwänden als auch in Außenwänden verbauen. 

Quelle: Glasbausteine beim Hausbau: Was ihr Vorteil ist und warum sie wieder im Trend liegen (rnd.de)

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Über den Autor
Sabrina Wallbaum
Texterin
Texterin zum Thema Hausbau

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