Hausbau: News und Trends KW 35

Hausbaunews KW 35 (29.08.2022 - 04.09.2022)

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit Informationen und Trends für Bauende und alle, die es noch werden wollen.

Fertighausbranche trotzt Krise

In den vergangenen Jahren entschieden sich immer mehr Menschen für ein Fertighaus. Auch in den ersten beiden Quartalen 2022 stieg der Marktanteil von Fertighäusern im Vergleich zum Vorjahr von 22,6 auf 22,8 Prozent leicht an, obwohl die generelle Baubereitschaft sank. 2021 betrug der Marktanteil von Fertighäusern rund 23,1 Prozent. 

Gründe für Fertighaus sind eindeutig

In der Pressemitteilung des Bundesverbands Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) heißt es, dass von Januar bis Juni 2022 rund 50.076 Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser erteilt wurden. Dabei seien 11.430 Häuser in Fertigbauweise genehmigt worden. Die Gründe pro Fertighaus sind unter anderem eine kurze Bauzeit, eine Festpreisgarantie und die Energieeffizienz der Gebäude, erklärt der Verband. 

Die Zukunft der Baubranche

Der Präsident des BDF, Hans Volker Nolle, sieht deswegen die Zukunft im Fertighaus: „Jetzt werden die Weichen für einen ökologischen und zukunftssicheren Gebäudebestand gestellt. Die Fertighausbranche möchte Bauherren mit nachhaltigen Lösungen die erforderliche Planungs- und Zukunftssicherheit bieten. Jetzt bedarf es nach dem Förderchaos einer sicheren und langfristig angelegten Neubauförderung des Bundes, denn Sanierungen allein werden aus klima- und baupolitischer Sicht weder ausreichen, noch sind sie bei jedem Altbau ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Angehende Baufamilien müssen verlässlich kalkulieren und planen können”, heißt es auf der Homepage des BDF.  

Quelle: NEWS | BDF e.V. (fertigbau.de)

Kriterien für Kreditvergabe werden strenger

Wer aktuell eine Immobilie kaufen oder bauen möchte, der muss sich zahlreichen Herausforderungen stellen, angefangen bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie oder dem passenden Grundstück bis hin zu den nahezu unbezahlbaren Preisen für das (un-)fertige Eigenheim. Jetzt wird die Situation zusätzlich durch strengere Vergabekriterien für Kredite bei einigen Banken verschärft. Die Ablehnungsrate habe sich dadurch aber nicht merklich geändert, wie die Kreditinstitute teilweise mitteilten.  

Lebenshaltungskosten müssen angepasst werden 

Ein Sprecher der Deutschen Bank erklärt: „Auf Grund der stark gestiegenen Inflationsrate, getrieben insbesondere von hohen Energiepreisen, mussten wir unsere Mindestanforderungen an Lebenshaltungs- und Bewirtschaftungskosten im Rahmen der Bonitätsbetrachtung nach oben anpassen“. Das ist insofern ein Problem, da sich das frei zur Verfügung stehende Einkommen der Kreditinteressierten entsprechend verringert und eine Ablehnung aufgrund zu geringer Kreditwürdigkeit die Folge sein kann. Dies sei laut Deutsche Bank aber zurzeit nicht vermehrt zu beobachten. Die Experten des Kreditinstituts raten ihren Kunden und Kundinnen dazu, einen größeren Eigenkapitalanteil mit in die Finanzierung einzubringen oder eine höhere Tilgungsrate zu wählen. 

Bei der Commerzbank heißt es dagegen: „Gestiegene Finanzierungskosten und Lebenshaltungskosten führen derzeit dazu, dass möglicherweise nicht jeder Finanzierungswunsch erfüllt werden kann.“ Laut des Sprechers der Commerzbank sei es dem Kreditinstitut wichtig, dass sich Kunden und Kundinnen die Finanzierung dauerhaft leisten können. 

Besondere Situationen werden kritischer beäugt

Thomas Peeters von der Bilthouse Gruppe stellt Veränderungen auf dem Finanzmarkt für Immobilien fest:  “Wir spüren sowohl bei der Beurteilung der persönlichen Situation als auch der Immobilienbewertung strengere Auflagen”, so der Vorstandschef laut Spiegel. Darüber hinaus würden bei den Banken besondere finanzielle Situationen wie Probezeiten, befristete Arbeitsverträge oder Elternzeit kritischer betrachtet werden. Peeters führt an, dass sich Kreditinteressierte auf eine erhöhte Tilgungsrate bei der Finanzierung einstellen müssen. 

Quelle: Inflation: Banken verschärfen Bedingungen für Immobilienkredite - DER SPIEGEL

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Startup will Immobilienfinanzierung einfacher machen

Martin Mehlitz, Marc Rustige und Johannes Fenner wollen mit ihrem Startup Justhome den Finanzsektor für Immobilien aufmischen: Die Gründer sind sich nämlich sicher, dass sich 90 Prozent der unter 30-Jährigen den Traum des Eigenheims erfüllen wollen. 

Die Idee für sein Business kam Gründer Johannes Fenner 2020 in seiner Elternzeit. Ganz unbekannt war ihm das Thema “Immobilienfinanzierung” dabei nicht, obwohl er vor der Gründung in einem anderen Sektor tätig war. Er beobachtete einige Jahre zuvor Startups aus diesem Bereich in Großbritannien und Frankreich. “In Deutschland war der Markt allerdings weitestgehend unbearbeitet und das hat mich angefixt“, so Fenner zu Gründerszene.de. Darüber hinaus stellte er geringe Finanzierungsmöglichkeiten für Menschen mit kleinem Einkommen fest. 

Bis zum Frühling 2022 führte Fenner mit seinen Geschäftspartnern die Verhandlungen für entsprechende Investments. 

Anmerkungen von hausbaukurs.de: Justhome bietet Interessierten die Möglichkeit, schnell und einfach eine Immobilienfinanzierung zu finden, die auf ihre Lebenssituation und die Bedürfnisse zugeschnitten ist. Dafür stehen den Nutzer und Nutzerinnen auf der eigenen Plattform die Finanzierungsangebote von hunderten Banken zur Verfügung, wie es auf der Homepage des Unternehmens heißt. Darüber hinaus erklären Berater und Beraterinnen von Justhome die Angebote und optimieren diese individuell auf die Situation der Kunden und Kundinnen. 

Quelle: Immobilie: Dieses Startup verspricht eine einfache Finanzierung - Business Insider

Energieberatung ein Muss im Neubau

Aktuell kommen Bauherren und -herrinnen nicht am energieeffizienten Bau des Eigenheims vorbei - sowohl gestiegene Kosten als auch (neue) Vorgaben zum energieeffizienten Bauen machen dieses Thema zu einem Muss. 

Der Verband Privater Bauherren (VPB) erklärt in seinem neuesten Expertenrat, dass sich die Richtlinien des Gebäudeenergiegesetzes insbesondere auf Maßnahmen für die Gebäudehülle und Anlagentechnik beziehen. Wie die Energiesparziele aber letztlich umgesetzt werden würden, bliebe den Bauenden überlassen. Laut der Experten lasse der Mix aus dem Einsatz regenerativer Energie, moderner Anlagentechnik und Wärmedämmung eine gewisse Freiheit bei der Gestaltung und energetischen Auslegung eines Gebäudes zu. Wichtig sei es dabei aber, dass Bauende eine grundsätzliche Vorstellung davon haben, wie die Energieeinsparung in ihrem Zuhause aussehen soll. In vielen Fällen ist das jedoch die Herausforderung für viele Bauherren und -herrinnen, da ihnen das technische Know-how fehlt. Entsprechend setzen sie auf den Bau eines Schlüsselfertighauses, bei dem vermeintlich alles passt, was angeboten wird. Das sei teilweise aber nicht der Fall, wie die Experten des Verbandes wissen. “Damit die Bauherren verstehen, was sie für ihr Geld bekommen und wie sie die Technik in Zukunft sinnvoll nutzen und bedienen können, lohnt sich die unabhängige Energieberatung aber allemal”, heißt es auf der Homepage des VPB.

Quelle: VPB - unabhängige Bauberatung für Bauherren und Immobilienbesitzer

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Veröffentlicht am 
5.9.2022

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