Hausbau: News und Trends KW 33

Hausbaunews KW 33 (15.08.2022 - 21.08.2022)

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit Informationen und Trends für Bauende und alle, die es noch werden wollen.

Boden vorm Grundstückskauf prüfen 

Auf dem hart umkämpften Grundstücksmarkt bleibt für Bauherren und -herrinnen nicht besonders viel Auswahl, wenn es um die Grundlage für ihr Eigenheim geht. Viele Bauende entscheiden sich deswegen voreilig für ein Baugrundstück, um das Risiko zu minimieren, “nichts mehr zu bekommen”. Keine gute Idee wie die Gütegemeinschaft Fertigkellerbau (GÜF) e.V. erklärt: "Die Qualität des Baugrunds hat maßgeblichen Einfluss auf die Baukosten. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte der Grundstückskauf durch ein fachmännisches Baugrundgutachten abgesichert werden - spätestens für eine zuverlässige Hausplanung ist ein Gutachten unabdingbar", so Bernd Hetzer vom Verein. 

Jedes Grundstück hat seine eigene Beschaffenheit

Laut dem GÜF könnten Bodenbeschaffenheiten des Baulands bereits anhand der Straßennamen prognostiziert werden: “Zum Steinbruch” oder “Am Lehmberg” lassen vermuten, dass es sich um felsige oder schwere Böden handelt, die die entsprechenden Tiefbauarbeiten aufwendiger und teurer werden lassen können. Auch weiche Böden, Altlasten und ein hoher Grundwasserspiegel sind zum Nachteil für die Bauherren und -herrinnen, da sie weitere Arbeiten voraussetzen, um den Boden tragfähig zu machen. Bernd Hetzer als Fertigkeller-Spezialist der Firma Knecht Kellerbau rät deswegen zum Bodengutachten: "Das Gutachten gibt frühzeitig und detailliert Aufschluss darüber, welche Maßnahmen vor einem etwaigen Hausbau zu treffen sind und ob diese in das Budget der Baufamilie passen beziehungsweise aus wirtschaftlicher Sicht überhaupt Sinn ergeben."

Seriösen Experten beauftragen

Hausbauende sollten bei einem Bodengutachten vor allem darauf achten, dass es von einer Fachkraft erstellt wird. Hetzer erklärt: “Ein detailliertes Baugrundgutachten ist auf die individuelle Situation, Planung und Konstruktion abzustimmen und erfordert einen Aufwand, den ein Spezialist nicht zum Dumpingpreis erbringen kann". Gutachten, die zum Beispiel in Kurzdarstellungen die geologischen Gegebenheiten wiedergeben, entsprechen nicht diesem Standard. Deswegen sollten Bauende hier vorsichtig sein. Der GÜF hat zur Prüfung eines fachmännischen Gutachtens ein entsprechendes Merkblatt für Interessierte erstellt: Gütegemeinschaft Fertigkeller (kellerbau.info)

Quelle: Presse & Aktuelles | Gütegemeinschaft Fertigkeller e.V. (kellerbau.info)

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Neue Lösungen für die Haustechnik

Seit Neuestem bietet der Fertighaushersteller Büdenbender Hausbau gemeinsam mit dem Unternehmen Viessmann eine revolutionäre Lösung, um die Haustechnik versteckt und platzsparend ins Wohnkonzept zu integrieren. Viessmann Invisible heißt die neue Serie, die nun im Portfolio des Fertighausherstellers angeboten wird. Interessierte können sich die Technik in einem der ausgestellten Fertighäuser in der Fertighauswelt Schwarzwald anschauen.  

Gute Gründe für die neue Lösung 

Bisherige Heizungs- oder Lüftungsanlagen, verlegte Rohre und weitere Haustechnik nehmen eine Fläche von circa 8-10 Quadratmetern ein, die nicht als Wohnfläche zur Verfügung steht. Zum Großteil wird die Haustechnik in einem extra dafür vorgesehen Hausanschlussraum platziert. Damit soll durch Viessmann Invisible Schluss sein, wie der Fertighaushersteller auf seiner Website ankündigt. Die neue Serie ermögliche die platzsparende und unsichtbare Installation hinter verschiedenen Formen von Designelementen, die individuell gestaltet werden können. Denkbar sind laut Büdenbender Hausbau unter anderem verspiegelte Flächen, verschieden farbige Außenbleche oder solche mit Holzoptik, hinter denen die Haustechnik platziert werden könne. 

Viessmann Technik im Paket

“Die Basis von VIESSMANN INVISIBLE ist Vitocal 222 FSI, eine kompakte Split Luft/ Wasser-Wärmepumpe mit integriertem Warm­wasser­speicher”, heißt es auf der Homepage des Fertighausherstellers. Dabei kann die Technik beliebig erweitert werden, unter anderem durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder eine PV-Anlage von Viessmann. 

Quelle: Viessmann Invisible (buedenbender-hausbau.de)

Umgang mit Preissteigerungen in der Baubranche 

Der kontinuierliche Anstieg der Baustoffpreise geht an Bauherren und -herrinnen nicht spurlos vorbei. Aber auch Handwerker stellen Lieferengpässe, enorme Preissteigerungen und der Fachkräftemangel vor neue Herausforderungen, vor allem dann, wenn es um die Bauplanung und die Aufmaßerstellung geht. 

Laut dem Abrechnungsbüro Hernermann, das sich auf die Abrechnung sowie Kalkulation von Rohbauten spezialisiert hat, herrsche zurzeit bei beiden Parteien Unsicherheit. Bei der Kalkulation der Baukosten werden durch die auszuführenden Betriebe die aktuell benötigten Mengen als Angebotsgrundlage genutzt. Liegen zwischen Planung und Umsetzung aber Jahre, weicht der Rechnungsbetrag von dem des Angebots teilweise in erheblichem Maße ab. Deswegen müssen nach den Experten alte Verträge überprüft und bei neuen Verträgen andere Klauseln getroffen werden, damit sowohl Auftraggeber und Auftragnehmer vor Preissteigerungen geschützt sind. 

Unter anderem kann durch die Vereinbarung eines freibleibenden Angebots sichergestellt werden, dass Handwerksbetrieb und Kundschaft bei Preissteigerungen eine Handlungsoption haben. Hier werden zunächst die aktuell geltenden Preise beim Angebot angegeben. Steigen die Preise im Laufe der Zeit, hat der Kunde bzw. die Kundin die Möglichkeit, den Auftrag nicht ausführen zu lassen. Gut für die auftraggebende Person, aber schlecht für das Unternehmen. Deswegen muss zukünftig nach Lösungen gesucht werden, die für beide Parteien akzeptabel sind. 

Anmerkung von hausbaukurs.de: Eine gravierende Abweichung der Preise von Angebot und späterer Rechnung nach Ausführung kann rechtliche Konsequenzen für das Unternehmen nach sich ziehen. Wie hoch die Preise prozentual abweichen dürfen, ist nicht eindeutig geregelt. Von der Rechtsprechung werden Abweichungen von bis zu 20 Prozent als akzeptabel eingestuft. In jüngster Vergangenheit konnten einige Bauunternehmen die höheren Preise für Baustoffe nicht an ihre Kundschaft weitergeben, da sie an ein entsprechendes Angebot gebunden waren. 

Quelle: Preissteigerungen in der Baubranche – wie sollen Handwerker und Kunden damit umgehen? - openPR

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Veröffentlicht am 
22.8.2022

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