Hausbau: News und Trends KW 29

Hausbaunews KW 29 (18.07.2022 - 24.07.2022)

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit Informationen und Trends für Bauende und alle, die es noch werden wollen.

Strom zu Hause tanken

Elektrofahrzeuge sind auf dem Vormarsch. Diese benötigen zwar kein Benzin, doch mit Luft und Liebe fahren auch sie nicht. Ihr Treibstoff ist der Strom. Diesen tanken sie in der Regel an öffentlichen Ladesäulen oder an der heimischen Wallbox. Bauwillige sind gut beraten, die Installation einer entsprechenden Wallbox bei der Planung ihres Eigenheims zu berücksichtigen, wenn sie sich andauernde Fahrten zur Stromtankstelle ersparen wollen.

Herkömmliche Haushaltssteckdosen reichen nicht aus

Herkömmliche Haushaltssteckdosen kommen leider nicht in Frage, um das Elektrofahrzeug dauerhaft zu betanken. Denn der deutlich längere Ladevorgang birgt die Gefahr der Überlastung oder der Überhitzung. Infolgedessen kann es im schlimmsten Fall zu einem Brand kommen. Deswegen sind eine geeignete Wallbox und die Beauftragung eines Elektrofachbetriebs unumgänglich. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten des Elektrofachbetriebs werden alle notwendigen Parameter besprochen, beispielsweise die Anzahl der Ladepunkte und die notwendige Leistung. Der Elektrofachbetrieb wickelt dann auch gleich die Anmeldung bzw. Die Genehmigung ab. Eine Genehmigung ist jedoch erst ab einer Leistung von elf Kilowatt erforderlich.

Welche Wallbox passt zu welchem Auto?

Expertinnen und Experten empfehlen bei Ein- und Zweifamilienhäusern eine Wallbox mit einer Leistung von oben beschriebenen elf Kilowatt, die das Fahrzeug in drei unterschiedlichen Phasen lädt. Diese Wallbox ist in der Lage, das Auto innerhalb einer Nacht vollständig zu laden. Glücklicherweise bereitet der Ladeanschluss ebenfalls keine Probleme. Denn inzwischen ist ein Typ-2-Ladeanschluss absoluter Standard in Europa. Ältere Elektrofahrzeuge besitzen nur in Ausnahmefällen noch einen Typ-1-Ladeanschluss. 

Quelle: Haus & Grund

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EZB erhöht Leitzins auf 0,5 %

Am 20. Juni berichteten wir, dass die EZB (Europäische Zentralbank) den Leitzins zum 01. Juli von 0 Prozent auf 0,25 Prozent erhöhen wird. Jetzt ist es so weit und die EZB erhöhte den Leitzins zum ersten Mal seit elf Jahren sogar auf 0,5 Prozent. Der bisher gültige Negativzins entfällt.

Momentane Rekordinflation ist einer der Gründe

Inflationsraten von bis zu 8,6 Prozent im Euroraum veranlassten die ungewöhnliche starke Erhöhung des Leitzinses. Außerdem teilte der EZB-Rat mit, dass es in den nächsten Monaten weitere Zinserhöhungen geben wird. Diese Zinserhöhungen sollen mittelfristig dazu beitragen, die durchschnittliche Inflationsrate auf ein Niveau von 2 Prozent zu senken. 

Zusätzliches Anti-Krisen-Programm tritt in Kraft

Transmission Protection Instrument (TPI) lautet der Name des Anti-Krisen-Programms, welches die EZB außerdem ins Leben rief. Die EZB-Chefin Christine Lagarde teilte mit, dass das TPI die Staaten der Eurozone künftig bei Turbulenzen an den Finanzmärkten unterstützen soll. Der EZB-Rat entscheidet im Einzelfall, ob und wann das TPI für gewisse Staaten in Kraft tritt. Grundsätzlich soll jedes Land der Eurozone vom Transmission Protection Instrument profitieren können. Ein Instrument des Programms ist der Kauf von Staatsanleihen durch die EZB, falls die Zinsen für Wertpapiere eines Euro-Landes durch Finanzspekulation unverhältnismäßig stark steigen sollten. Jedoch soll die Aktivierung des TPI nur im absoluten Ernstfall erfolgen. 

Quelle: tagesschau

Bessere Konditionen durch nachhaltige Bauweise

Die eben beschlossene Leitzinserhöhung wird die Bauzinsen zusätzlich in die Höhe schnellen lassen. Dadurch rückt der Traum vom Eigenheim für viele Familien in weite Ferne. Eine Möglichkeit sich den Traum vom Eigenheim doch zu erfüllen, ist eine energieeffiziente und nachhaltige Bauweise. In vielen Fällen belohnen Kreditinstitute dieses Vorgehen mit günstigeren Konditionen. 

Zinsanstieg von bis zu 4 Prozent erwartet

Der durchschnittliche Hypothekenzins bei zehnjähriger Laufzeit stieg in kurzer Zeit von unter einem Prozent auf bis zu drei Prozent. In vielen Fällen führt die Zinserhöhung zu einer Mehrbelastung von mehreren Hundert Euro. Immobilieneigentümerinnen und Immobilieneigentümer sollten mit weiter steigenden Zinsen rechnen. Expertinnen und Experten vermuten, dass der Hypothekenzins bis Jahresende auf bis zu vier Prozent ansteigen kann. Als Hauptgründe dieser Entwicklung werden Inflationsraten auf Rekordniveau und der Ukraine-Konflikt genannt. Jedoch gewähren Kreditinstitute immer häufiger günstigere Konditionen im Falle einer nachhaltigen Bauweise.

Bessere Konditionen zusätzlich zu den KfW-Förderungen

Die KfW-Förderprogramme sind nicht die einzige Möglichkeit für Bauwillige an zinsgünstige Darlehen zu kommen. Im Einzelfall räumen Banken ihren potenziellen Kunden günstigere Zinskonditionen für energieeffiziente und nachhaltig geplante Bauten ein. Dabei argumentieren Banken mit einem verminderten Kreditausfallrisiko, da sich eine nachhaltige Bauweise positiv auf den Klimawandel auswirkt und die eventuellen Folgeschäden mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit auftreten. Eine Bank, die nachhaltige Bauten bereits seit 25 Jahren fördert ist die sogenannte Umweltbank. Sie bewerten das Bauvorhaben nach ökologischen und sozialen Aspekten und weisen es anschließend einer ökologischen Bonitätsklasse zu. Auf Basis der jeweiligen Bonitätsklasse ergeben sich die angebotenen Konditionen. Die Erreichung einer der drei Bonitätsklassen ist eine zwingende Voraussetzung.

Ihr spielt ebenfalls mit dem Gedanken ein nachhaltiges und energieeffizientes Eigenheim zu bauen? In unserem Ratgeber zum Thema »Nachhaltiges Bauen« findet ihr viele weitere Informationen.

Quelle: manager magazin

(Disclaimer: Diese Informationen erfolgen nicht im Rahmen eines konkreten Vertragsverhältnisses. Die The Good Home UG (haftungsbeschränkt) übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der zur Verfügung gestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die The Good Home UG (haftungsbeschränkt) sind grundsätzlich ausgeschlossen.)

Veröffentlicht am 
25.7.2022

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