Hausbau: News und Trends KW 16

Hausbaunews KW 16 (18.04.2022-24.04.2022)

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit allen Informationen und Trends für (angehende) Bauherren und -herrinnen.

Höhere Schornsteine für die Umwelt

Bereits Anfang des Jahres mussten sich Bauherren und -herrinnen darauf einstellen, dass sie ihre Schornsteine höher bauen müssen als bisher üblich. Das gilt laut Gesetz für alle Heizkessel und Feuerstätten, die mit Pellets oder Scheitholz befeuert werden, sowie für Kamine und Kachelöfen. 

Um der Luftverschmutzung weiter entgegenzuwirken und die Luft in den Städten sauberer zu machen, müssen Schornsteine ab Januar 2022 den Dachfirst um mindestens 40 cm überragen. Das gilt sowohl für Neubauten als auch für die Neuerrichtung eines Schornsteins bei Bestandsgebäuden. 

Voraussetzung: feste Brennstoffe

Dabei sieht die Bundesimmissionsschutzverordnung genau vor, welche Heizungen von der Neuregelung betroffen sind: "Betroffen sind Heizungskessel und Einzelfeuerstätten für Pellets und Scheitholz, also sowohl die neue Pellet-Zentralheizung als auch der Kamin- oder Kachelofen im Wohnzimmer", so Tim Froitzheim, Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Bei einem einfachen Austausch der Feuerstätte oder Wechsel der Brennstoffart greifen die Maßnahmen nicht. Hier müssen Hausbesitzer und -besitzerinnen also keine Veränderung vornehmen. 

Positiver Effekt bleibt fraglich

Die Neuregelung soll bewirken, dass die Abgase über höhere Luftschichten besser abtransportiert werden können. Tim Froitzheim stellt das allerdings infrage: „Die Emissionen werden dadurch nicht verbessert. Im Gegenteil, die Schornsteinerhöhung kann sogar die Emissionswerte der Anlage verschlechtern, weil ein größerer Unterdruck im Schornstein entsteht, der die Brenngase abzieht, bevor diese vollständig verbrannt sind.“ Seiner Meinung nach kann das richtige Entzünden der Holzscheite ein Vielfaches dazu beitragen, dass die Emissionsbelastung reduziert wird. 

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/immobilien-neubauten-bekommen-hoehere-schornsteine-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220420-99-977014

Eigentümer müssen zusätzliche Steuererklärung abgeben

Grundstücks- oder Immobilienbesitzer bzw. -besitzerinnen erwartet im Jahr 2022 eine zusätzliche Steuererklärung: Der Grund für die Mehrarbeit ist die neue Berechnungsmethode für die Grundsteuer. Immobilienbesitzer und -besitzerinnen müssen dazu umfangreiche Daten recherchieren und eine digitale Erklärung abgeben. Haus & Grund Rheinland Westfalen gibt Tipps für die Betroffenen in NRW. 

Im Zeitraum vom 01. Juli bis zum 31. Oktober 2022 werden Eigentümer und Eigentümerinnen in NRW durch die Finanzbehörde aufgefordert, eine zusätzliche Feststellungserklärung abzugeben. Durch die erhobenen Daten soll zukünftig die Grundsteuer berechnet werden. Konrad Adenauer, der Präsident des Haus & Grund Rheinland Westfalen Verbandes rät dazu: „Eigentümer sollten sich schon jetzt darauf vorbereiten, denn es geht um viele Daten, die man nicht einfach so im Kopf hat.“ 

Aufwendige Datenrecherche

Diese Daten sind unter anderem die Flurstücknummer und die Gemarkung des Grundstücks, der Bodenrichtwert (abzurufen unter www.boris.de), Einheitswertnummer (zu finden im Grundabgabenbescheid), Wohn-, Nutz und Grundstücksflächen in Quadratmetern sowie Bezugsdatum. 

Abgabe nur digital per ELSTER

Besonders für Eigentümer und Eigentümerinnen ohne Internet kann die Abgabe kompliziert werden, denn in Papierform darf sie nur nach vorangegangenem Härtefallantrag abgeben werden. Für alle anderen gilt die elektronische Übermittlung. Dazu wird das Online-Portal ELSTER genutzt. Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Westfalen gibt den Tipp: „Wer noch kein Benutzerkonto für ELSTER hat, sollte sich frühzeitig darum kümmern. Die Registrierung bei ELSTER ist umständlich und beinhaltet die Zusendung einer AktivierungsID per Post. Damit sind Bearbeitungszeiten bei den Finanzämtern verbunden.“

Hilfestellungen können sich Hausbesitzer und -besitzerinnen unter anderem im Online-Portal ELSTER oder beim Steuerberater holen. 

Quelle: https://www.hausundgrund-verband.de/aktuelles/einzelansicht/neue-grundsteuer-was-eigentuemer-in-nrw-jetzt-tun-muessen-6024/

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KfW-Förderung erneut gestoppt

Die KfW sorgt mit der Wiederaufnahme der Förderungen erneut für Chaos: Ab 20. April 2022 sollten die geänderten KfW-Förderungen für energiesparende Neubauten wieder aufgenommen werden – wenige Stunden nach dem Start sind die Fördertöpfe allerdings leer. Nun müssen sich Bauherren und -herrinnen wieder fragen: Wie geht’s weiter?

Dass der Andrang auf die Fördermittel groß sein wird, das wusste Bundeswirtschaftsminister Habeck schon Anfang April: Er sprach davon, „dass die Mittel sehr schnell ausgeschöpft sein werden“. Innerhalb weniger Stunden war es dann soweit – direkt am Mittwoch verkündete die KfW den erneuten Stopp, da die Fördertöpfe bereits leer sind. Bauherren und -herrinnen wird dazu geraten, keine Anträge mehr zu stellen. Diejenigen, die es rechtzeitig geschafft haben, einen Antrag zu stellen und die eine entsprechende Bestätigung von der KfW bekommen haben, können erstmal aufatmen. Ihnen wird eine Finanzierung zugesichert. 

Andere Bauende fragen sich, wie es für sie in Zukunft weitergeht. Wer Pech hatte, steht nämlich vor der nächsten Herausforderung: Um jetzt noch eine Förderung zu erhalten, müssen Bauherren und -herrinnen das Haus noch effizienter bauen, und zwar unter dem Standard „EH 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse“. Diese Anträge können wieder ab Donnerstag, den 21. April gestellt werden. 

Quelle: https://www.handelsblatt.com/finanzen/kfw-40-run-auf-neue-kfw-foerderung-fuer-energiesparende-haeuser-foerdertopf-schon-leer-antraege-erneut-gestoppt/28264308.html

Preissteigerungen auch bei Dachziegeln

Steigende Materialpreise und eine hohe Nachfrage bestimmen zurzeit alle Segmente in der Immobilien- und Baubranche. Jetzt werden auch Dachziegel knapp und teuer. Die enormen Preissteigerungen liegen vor allem an der energieintensiven Herstellung der Dacheindeckungen. 

Laut dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks sollen sich die Preise im Mai um circa 30 bis 40 Prozent zum Jahreswechsel verteuern. Gründe dafür sind einerseits die anhaltend hohe Auftragslage sowie die gestiegenen Energiekosten durch den Ukraine-Krieg. Dachziegel müssen in der Regel bei mindestens 1.000 Grad Celsius gebrannt werden, dementsprechend wird ein hoher Energiebedarf vorausgesetzt. 

Nicht nur die gestiegenen Kosten sollten Bauherren und -herrinnen sowie Handwerkern Kopfschmerzen bereiten, sondern auch die gestiegene Nachfrage, die lange Lieferzeiten bedingt. Wer heute ein Haus baut oder sein Dach sanieren möchte, der sollte sich auf Wartezeiten einstellen und rechtzeitig bestellen. Allerdings ist es bereits so, dass manche Hersteller Aufträge nicht mehr entgegennehmen. Sollte sich die Lage in Russland weiter verschärfen, kann es zu weiteren Schwierigkeiten in dieser Branche kommen. 

Quelle: Dachziegel werden knapp und verteuern sich drastisch | Haus & Grund Rheinland Westfalen (hausundgrund-verband.de)

Veröffentlicht am 
25.4.2022

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