Hausbau: News und Trends KW 42

Hausbaunews KW 42 (17.10.2022 - 23.10.2022)

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit Informationen und Trends für Bauende und alle, die es noch werden wollen.

Beim Hausbau auf richtigen Einbruchschutz setzen 

Obwohl die Zahl der registrierten Einbrüche in den vergangenen Jahren kontinuierlich sinkt, sollten sich Bauherren und -herrinnen laut dem Verband Privater Bauherren (VPB) direkt beim Hausbau mit Vorkehrungen zum Einbruchschutz auseinandersetzen. Dabei spielen Fenster und Türen eine maßgebliche Rolle. Diese sollten mindestens der Widerstandsklasse (engl. Resistance Class) RC2 nach DIN EN 1627 entsprechen. Diese Bezeichnung sagt aus, dass die Bauteile bei einem Einbruch mit Schraubenzieher oder gleichwertigen Werkzeug mindestens drei Minuten standhalten müssen. Solche Fenster und Türen und noch sichere Varianten werden zur Zeit von der KfW im Rahmen des Programms “Altersgerecht Umbauen” gefördert. Neben den einbruchsicheren Bauteilen sollten Hausbesitzer und -besitzerinnen aber auch auf ihr Verhalten achten. Der VPB erklärt auf seiner Website:  “Sinnvoller Einbruchschutz ist mehr als nur die nachträgliche Montage neuer Schlösser. Zur Einbruchschutztechnik sollte man sich deshalb immer von unabhängigen Sachverständigen beraten und prüfen lassen, dass sie richtig eingebaut ist und richtig benutzt wird.”

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Hausbau auf dem Land oder doch lieber in der Stadt?

Für viele Bauherren und -herrinnen bleibt der Traum des Eigenheims in der Stadt aufgrund gestiegener Grundstückspreise weiterhin nur ein Traum. Für einige von ihnen stellen aber die im Vergleich günstigeren Preise für Bauland in ländlichen Gebieten eine echte Alternative dar. Denn das Leben auf dem Land bietet viele Vorteile, wenn Bauende sich mit einzelnen negativen Faktoren anfreunden können.

Vorteile und Nachteile vom Landleben

Stundenlang auf den Bus warten und weit und breit kein Nachbar? Für manche Menschen eine idyllische Vorstellung vom Leben im Eigenheim, für andere jedoch ein echter Albtraum. Wer sich für den Hausbau auf dem Land entscheidet, muss in der Regel mit einer weniger guten Infrastruktur rechnen als in der Stadt. Hiermit sind aber nicht nur die Erreichbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln gemeint, sondern auch die ortsnahe Verfügbarkeit von Schulen, Kindergärten und Einkaufsmöglichkeiten. Dennoch überzeugen immer mehr Dörfer damit, dass sie alles, was zum (guten) Leben benötigt wird, bestmöglich bereitstellen. Darüber hinaus sind die Grundstücke im Vergleich zu denen in der Stadt in der Regel größer und günstiger. Für das Leben und Wohnen auf dem Land sprechen weitere Faktoren, wie zum Beispiel die Naturnähe und die bessere Luftqualität, die immer mehr Menschen für das ländliche Traumhaus gewinnen können. 

Vorteile und Nachteile für das Wohnen in der Stadt 

Bauherren und -herrinnen, die das Glück haben, ein rares Grundstück in einem Ballungszentrum bzw. stadtnah zu erwerben, müssen in der Regel mit einem höheren Grundstückspreis als auf dem Land rechnen. Dafür können sie in der Regel (fast) täglich schnell einkaufen, unkompliziert ins Kino oder Theater gehen und ohne große Wege zur Arbeit kommen. Des Weiteren sind die (sozialen) Infrastrukturen flächendeckend verfügbar. Wiederum müssen hier aber häufig kleinere Grundstücks- und Wohnflächen sowie Lärm in Kauf genommen werden. 

Randgebiete als Option

Aktuell ist das Bauland, insbesondere in städtischen Gebieten ohnehin rar. Deswegen haben Bauende oftmals keine andere Wahl als in Randgebiete, die sogenannten Speckgürtel, oder ländliche Gegenden zu ziehen. Aufgrund der Tatsache, dass der Hausbau auch weiterhin teuer bleibt, sollten Bauende alle Optionen zum Kosten sparen einbeziehen. Dazu kann unter anderem auch gehören, Abstriche bei der Lage des Grundstückes zu machen. 

Quelle: Die Stadtzeitung - Hausbau Stadt vs. Land – Vor und Nachteile (die-stadtzeitung.de)

BaFin gibt Tipps für die Anschlussfinanzierung

Sowohl potenzielle Hausbesitzer und -besitzerinnen als auch die, die sich den Traum des eigenen Hauses bereits erfüllt haben, haben mit den stark gestiegenen Zinsen für Baufinanzierungen zu kämpfen. Aktuelle Hausbesitzer bzw. -besitzerinnen müssen nach Ablauf ihrer Zinsbindungsfrist eine Anschlussfinanzierung abschließen - laut Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) blicken sie voller Sorge auf diesen Moment, da dieser gravierende (finanzielle) Folgen für sie haben könnte. In sozialen Medien verbreitet sich deswegen ein ganz besonderer “Bonus-Tipp”: Hausbesitzende sollen eine Neubewertung ihrer Immobilie anstreben, damit sie attraktivere Zinskonditionen erhalten. Die BaFin rät davon allerdings ab und gibt unter anderem folgende Handlungsempfehlungen in Bezug auf die Anschlussfinanzierung: 

Empfehlungen in Social Media kritisch betrachten

Oftmals suchen verzweifelte Verbraucher Hilfe in den Sozialen Medien wie YouTube, TikTok und Co. Nicht immer seien die Ratschläge dort aber seriös und hilfreich - aktuell kusiere auf den Netzwerken der “Bonustipp”, der Verbraucher und Verbraucherinnen dazu animiert, die Immobilie durch ein aktuelles Verkehrswertgutachten neu bewerten zu lassen und dies an die zuständige Bank weiterzugeben. Der verbesserte Verkehrswert soll dazu dienen, attraktivere Konditionen für die Anschlussfinanzierung zu erhalten. Das Bafin erklärt dazu: “Auf den Verkehrswert kommt es aber nicht an.” Außerdem wird vielen Verbraucher und Verbraucherinnen mit verschlechterter Bonität geraten, in jedem Fall beim aktuellen Kreditgeber zu bleiben, da hier die Kreditwürdigkeit nicht erneut geprüft werde. Pauschal ist diese Aussage aber auch nicht immer richtig. “Zielgruppe der unseriösen Tipps sind oft Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich für den Immobilienkauf hoch verschuldet haben und nach Ablauf der Zinsbindung noch hohe Restschulden stemmen müssen”, heißt es auf der Website der BaFin.  Verbraucher sollten bei solchen Ratschlägen immer die Vertrauenswürdigkeit der Quelle prüfen und sich individuell beraten lassen. 

Vorsicht bei Onlinekrediten 

Laut BaFin gäbe es zahlreiche Angebote im Internet, die unkomplizierte Kredite trotz finanzieller Notlage versprechen würden. Diese haben insbesondere Verbraucher und Verbraucherinnen im Fokus, die Schwierigkeiten haben, ihren Immobilienkredit zu bedienen. Hier sei jedoch äußerste Vorsicht geboten, denn oftmals seien auf diesen Seiten Betrüger aktiv, die diese Situation ausnutzen und die Leistungen in Rechnung stellen, die von der kreditnehmenden Person nie in Anspruch genommen worden sind. Vor solchen unseriösen Betreibern warnt das BaFin und die Verbraucherzentrale. 

Beratung aufsuchen

Ein wichtiger Baustein ist und bleibt die Beratung durch Banken, Sparkassen und die Darlehensvermittler. Diese sind dazu verpflichtet, die Verbraucher und Verbraucherinnen individuell und auf ihr Projekt bezogen zu beraten und Ihnen unterschiedliche Angebote vorzulegen. Auf der Webseite der Bundesanstalt wird empfohlen: “Nutzen Sie Beratungsangebote. Geben Sie Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater alle erforderlichen Informationen. Nehmen Sie die Betreffenden in die Pflicht, eine für Sie geeignete Lösung zu finden. Sprechen Sie mit mehreren Beratern und vergleichen Sie die Angebote”.

Alle ausführlichen Informationen und Tipps erhalten Interessierte auf der Website der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter BaFin - Immobilienkredit: Risiko Anschlussfinanzierung.

Quelle: BaFin - Immobilienkredit: Risiko Anschlussfinanzierung

(Disclaimer: Diese Informationen erfolgen nicht im Rahmen eines konkreten Vertragsverhältnisses. Die The Good Home UG (haftungsbeschränkt) übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der zur Verfügung gestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die The Good Home UG (haftungsbeschränkt) sind grundsätzlich ausgeschlossen.)

Veröffentlicht am 
24.10.2022

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