Hausbau: News und Trends KW 23

Hausbaunews KW 23 (06.06.2022 - 12.06.2022)

Aktuelle Nachrichten aus der Bau- und Immobilienbranche mit allen Informationen und Trends für (angehende) Bauherren und -herrinnen.

3 bis 4 Prozent mehr Wohnfläche durch Fertigwände

Holz-, Massiv- oder doch ein Fertighaus? Vor dieser Frage stehen die allermeisten Hausbauenden zu Beginn ihres Projekts. Selbstverständlich hat jede Bauweise ihre Vor- und Nachteile. Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil der Fertigbauweise ist, dass der Einsatz von Fertigwänden die Wohnfläche vergrößert. Denn Fertigwände sind wesentlich schmaler als gemauerte Wände.

Warum sind Fertigwände schmaler?

Fertigwände bestehen aus Beton und Beton wird in unterschiedlicher Dichte hergestellt. Beispielsweise verwendet die Firma Dennert für ihre KX-Wand, die im Innenbereich zum Einsatz kommt, einen Beton mit einer Dichte von 2,1 Gramm pro Kubikzentimeter. Bei dieser Dichte hat die KX-Wand lediglich eine Stärke von 13,2 Zentimetern. Herkömmlich gemauerte Wände weisen oftmals eine Stärke von mindestens 17,5 Zentimetern auf. Der Unterschied beträgt knapp 33 Prozent. Das Fertighaus ist also eine ernstzunehmende Variante, wenn Hausbauende den einen oder anderen Quadratmeter mehr benötigen. Die folgende Tabelle zeigt die Größe der Wohnfläche im direkten Vergleich (Berechnungsgrundlage sind 3,5 Prozent mehr Wohnfläche beim Einsatz von Fertigbauwänden):

Wohnfläche ohne Fertigbauwände [in qm]Wohnfläche mit Fertigbauwänden [in qm]
100103,5
125129,375
150155,25
175181,125
200207

Welche weiteren Vorteile bringen Fertigwände mit?

Fertigwände bringen eine ganze Reihe weiterer Vorteile mit. In vielen Fällen erübrigt sich das Verputzen der Fertigwände, da der Hersteller diese bereits geglättet liefert. Der Innenausbau geht schneller vonstatten, da Leerrohre und -dosen bereits integriert sind. Die Montage dauert oftmals nur wenige Stunden. Deswegen ist der Baufortschritt nicht so stark vom Wetter abhängig. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit wird, aufgrund des geringeren Materialverbauchs, durch den Einsatz von Fertigbauwänden berücksichtigt. 

Ihr spielt mit dem Gedanken ein Fertighaus zu bauen? Dann findet ihr in unserem Ratgeberartikel »Das Fertighaus: Vier Wände im Eiltempo« jede Menge Informationen.

Quelle: https://www.haustechnikdialog.de/News/26876/Waende-die-sich-duenn-machen

Diese Erfahrungen sammelten andere Hausbauende in der Vergangenheit

Von nun an präsentieren wir euch hier, auf Basis von Interviews mit ehemaligen Hausbauenden (selbstverständlich anonymisiert), deren wichtigste Erfahrungen. Damit wollen wir euch helfen, unnötige Fehler zu vermeiden und somit Zeit und Geld zu sparen.

Unser Gesprächspartner in dieser Woche ist Junggeselle (Anm. d. Red.: Wir nennen ihn Tom.) und wohnt seit sieben Jahren in einem Townhouse in einer Großstadt. Den Bau übernahm ein Bauträger und insgesamt waren 21 Parteien beteiligt. Die Rahmenbedingungen waren also gesetzt und es gab wenig Spielraum für Individualisierung. Lediglich im Innenraum konnte sich unser Junggeselle verwirklichen, beispielsweise bei der Wahl des Bodens.

hausbaukurs.de: Welche Herausforderungen waren die größten während des Hausbaus?

Tom: Jeder Wunsch, der von der Planung des Bauträgers abwich, kostete zusätzliches Geld. Es war eine echte Herausforderung diesbezüglich den Überblick zu behalten und das Budget nicht zu sprengen. Nach der Fertigstellung hatten alle Parteien mit etlichen Mängeln zu kämpfen. Aus diesem Grund verzögerte sich auch die finale Abnahme um mehrere Jahre. Wir benötigten verschiedene Gutachter, weil die Mängelliste so lang und »vielseitig« war. Es war auch nicht immer einfach sich mit den anderen Parteien auf einen Gutachter für ein spezielles Problem festzulegen.

hausbaukurs.de: Was hat euch während des Hausbaus geholfen? Wer oder was hat euch unterstützt?

Tom: Der ständige Austausch mit den anderen Mitstreitern des Bauvorhabens war sehr hilfreich. Aber dabei ging es hauptsächlich um die Gestaltungsmöglichkeiten im Innenraum. Der Bauträger kümmert sich ja um fast alles. Deswegen hatte ich mit dem Bau nicht sehr viel am Hut. 

hausbaukurs.de: Lass uns über das liebe Geld sprechen. Bist du mit deinem Budget ausgekommen? Welche Gewerke hast du in Eigenleistung erbracht?

Tom: Ich habe mein Budget nicht überschritten. Die Küche und ein paar Möbel waren etwas teurer als geplant. Aber insgesamt blieb alles im Rahmen. Beim Bau mit einem Bauträger gibt es fast gar keine Möglichkeit, gewisse Dinge in Eigenleistung zu erbringen. Mein Eigenleistungsanteil liegt also bei 0 Prozent. 

hausbaukurs.de: Besten Dank und weiterhin viel Freude mit deinem Townhouse.

Wärmepumpen weiter auf dem Vormarsch

Das Statistische Bundesamt gab kürzlich bekannt, dass mehr als die Hälfte, der in 2021 gebauten Wohngebäude mit einer Wärmepumpe heizen. In 50,6 Prozent aller Fälle wurden Wärmepumpen als primäre Heizung eingebaut. Der Anteil der Gasheizungen fällt auf 34,3 Prozent. 

Gasheizungen kommen immer seltener zum Einsatz

Als primäre Energiequelle befindet sich das Erdgas zwar immer noch auf Platz zwei. Jedoch wurden Gasheizungen im Jahr 2021 nur noch in 34,3 Prozent aller Neubauten eingesetzt. Im Jahr 2020 lag dieser Anteil noch bei 39 Prozent und im Jahr 2015 sogar bei 51,5 Prozent. Insgesamt verzeichneten die Gasheizungen also einen Rückgang von 17,2 Prozent im Zeitraum von 2015 bis 2021.

Wärmepumpen haben Hochkonjunktur

Wärmepumpen werden immer beliebter. Der Anteil der Wärmepumpen als primäre Energiequelle in Neubauten lag im Jahr 2021 zum ersten Mal bei über 50 Prozent. Im Jahr 2020 lag der Anteil noch bei 45,8 Prozent und stieg dann um 4,8 Prozent auf 50,6 Prozent im Jahr 2021. Im Jahr 2015 lag der Anteil lediglich bei 31,4 Prozent. Dabei kommen Wärmepumpen hauptsächlich in Ein- und Zweifamilienhäusern zum Einsatz, nämlich mit 53,9 Prozent. 

Euer Neubau soll ebenfalls mit einer Wärmepumpe heizen? In unserem Ratgeber »Wärmepumpen: Mit diesen Kosten musst du rechnen« erfährst du alles Weitere.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/06/PD22_226_31121.html

(Disclaimer: Diese Informationen erfolgen nicht im Rahmen eines konkreten Vertragsverhältnisses. Die The Good Home UG (haftungsbeschränkt) übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der zur Verfügung gestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die The Good Home UG (haftungsbeschränkt) sind grundsätzlich ausgeschlossen.)

Veröffentlicht am 
Jun 13, 2022

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