KfW Förderung für dein Hausbau
29.5.2021

Staatliche Hilfe für den Traum vom Eigenheim - die KfW-Förderung

Achtung: Am 24.01.2022 wurde die Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG) zum 24.01.2022 gestoppt. Das gilt laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für Neubauten mit Effizienzstandards 55 (Förderung ausgelaufen am 31.01.2022) und 40. Wann und ob die Förderungen wieder aufgenommen werden, steht noch nicht fest.

Wer sich seinen Traum von den eigenen vier Wände verwirklichen möchte, der ist in aller Regel darauf angewiesen, sein Eigenkapital und sein Erspartes mit Baukrediten aufzustocken. Hausbauende können aber auch von Förderungen profitieren, zum Beispiel von denen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW ist die weltweit größte nationale Förderbank. Hier erhalten Bauherren und -herrinnen zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse, die das Budget entlasten und eine unbürokratische Finanzierung ermöglichen. 

KfW-Förderung: Was gehört dazu?

Die KfW-Bank unterstützt mit ihren Finanzierungsmöglichkeiten Einzelpersonen, Paare und Familien bei der Verwirklichung ihrer Wohnträume. KfW-Kredite dienen zur Aufstockung des Budgets und sind neben der Hauptfinanzierung durch Banken und Co. wichtig für alle, die sich mit dem Hausbau oder -kauf beschäftigen. Durch die KfW können Finanzierungslücken geschlossen werden und Fördermittel unkompliziert beantragt werden. 

Zu den Leistungen der KfW gehören: 

  • KfW-Darlehen: Hier punktet die KfW mit günstigen Konditionen für Förderkredite.
  • KfW-Zuschüsse: Bauherren und -herrinnen müssen diese Fördermittel nicht zurückzahlen. 

Die KfW-Förderungen umfassen ein großes Spektrum rund um die Finanzierung von Neubau oder Sanierung und Modernisierung. Die Förderungen können unter anderem für folgende Projekte beantragt werden: 

  • Neubau einer Immobilie
  • Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung
  • Bestandsimmobilien sanieren, modernisieren, anbauen oder umbauen

Beim Neubau von Immobilien belohnt die KfW vor allem energieeffiziente Wohngebäude, die den entsprechenden KfW-Energieeffizienzstandards entsprechen. Hier können Hausbauende doppelt sparen – mit einer günstigen Finanzierung und mit einem niedrigeren Energieverbrauch. 

Das Besondere an KfW-Darlehen

Die Förderkredite, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bereitgestellt werden, stellen für viele Haubauende eine wichtige Finanzierungsgrundlage dar. Nicht nur, dass dort besonders günstige Konditionen zu finden sind, sondern hier erhält (fast) jede(r) eine zusätzliche Finanzspritze. Jeder, der sich seinen Traum vom Haus erfüllen möchte, kann hier mit Krediten bis zu 120.000 Euro bezuschusst werden. Wer sich für einen Kredit der KfW-Bank interessiert, kann sich im Zuge seiner Baufinanzierung bei seiner Hausbank oder einem anderen Kreditinstitut beraten lassen und direkt dort einen Förderkredit beantragen, da Banken und Co. mit der KfW zusammenarbeiten. 

Das Besondere an KfW-Darlehen ist: 

  • Die Förderkredite werden wie Annuitätendarlehen ganz herkömmlich in monatlichen Raten zurückgezahlt. 
  • Die Förderkredite werden mit einer Sollzinsbindung mit einer Laufzeit von 5 oder 10 Jahren abgeschlossen. Das bedeutet, dass Kreditnehmer und -nehmerinnen während der Laufzeit unabhängig der Marktentwicklungen den festgelegten Zinssatz zahlen. 
  • Die KfW überzeugt mit ihren besonders günstigen Zinsen, die sogar noch unter denen der Bauzinsen von Banken liegen. 
  • Kreditnehmer und -nehmerinnen können bei den geförderten Krediten in der Regel keine Sondertilgungen, -zahlungen oder Ähnliches leisten, um die Kreditsumme schneller zurückzuzahlen. Das ist bei KfW-Krediten anders als bei Annuitätendarlehen nicht vorgesehen. 

Übrigens auch ein KfW-Darlehen wird als Darlehensbetrag in das Grundbuch eingetragen. Es steht im Grundbuch nach dem Gläubiger, bei dem die Hauptfinanzierung abgeschlossen worden ist. In den meisten Fällen ist das die entsprechende Bank. 

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Zuschüsse für dein Bauprojekt

Um entsprechende Zuschüsse für das Bauprojekt zu beantragen, müssen Hausbauende sowie Hauskäufer oder- käuferinnen auf die entsprechende Seite der KfW gehen (www.kfw.de), um dort direkt einen Antrag für die Förderung zu stellen. Die Fördermittel für Sanierungen und Co. werden im Gegensatz zum Kredit direkt von der Förderbank ausgeschüttet. 

KfW-Förderungen auf einen Blick

Bei den Förderungsmitteln unterscheidet die KfW zwischen Förderungen für Bestandsimmobilien und für Neubauten. 

Die einzelnen Programme der KfW für den Bau und den Kauf von neuen Eigenheimen und Eigentumswohnungen sind:

  • Energieeffizient Bauen (Kredit 153): Wer sich dafür entscheidet, eins nach den KfW-Standards vorgegebenes Effizienzhaus zu bauen oder zu kaufen, der kann diesen Förderkredit beantragen. Bauherren und -herrinnen können sich zwischen den Standards 55, 40 oder 40 plus entscheiden, beim Bau müssen sie sich dann streng an die Vorgaben halten, um die Förderung zu erhalten. Dann werden die Hausbauenden aber auch mit bis zu 120.000 Euro Kredit für jede Wohneinheit belohnt. Außerdem erhalten sie einen Tilgungszuschuss von bis zu 30.000 Euro, der nicht zurückgezahlt werden muss. Darüber hinaus punktet der Förderkredit mit günstigen Zinskonditionen (0,9 Prozent Sollzins p.a., Stand: Mai 2021). 
  • KfW-Wohnungseigentumsprogramm (Kredit 124): Bei diesem Kredit wird der Bau oder Kauf von eigens genutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen gefördert. Bauherren und -herrinnen erhalten einen Kredit bis zu 100.000 Euro pro Vorhaben bei einem effektivem Zinssatz von 1,02 Prozent (Stand: Mai 2021). Bei einem Neubau sind sogar die Kosten für ein Baugrundstück, für Baunebenkosten wie zum Beispiel die Makler- und Notargebühren und die Kosten für Außenanlagen förderfähig. Beim Kauf werden neben dem Kaufpreis auch Instandsetzungs- und Modernisierungskosten gefördert. 

Zuschüsse: Darüber hinaus können Bauherren und -herrinnen einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für die Begleitung durch einen Experten für Energieeffizienz geltend machen. 

Bauherren und -herrinnen, die sich für eine Bestandsimmobilie entscheiden, denen stehen folgende Förderprogramme zur Verfügung: 

  • Energieeffizient Sanieren (Kredit 151 und 152): Wer sich für den Kauf einer Bestandsimmobilie interessiert, der profitiert von dem Förderkredit 151 und 152. Hier erhalten Hauskäufer und -käuferinnen für die umfassende Sanierung ihres Kaufobjektes zum KfW-Effizienzhaus einen Kredit bis zu einer Höhe von 120.000 Euro und für einzelne Maßnahmen eine Förderung bis zu 50.000 Euro (0,75 Prozent Sollzins, Stand: Mai 2021). Das gilt nicht nur, wenn Käufer und Käuferinnen selbst sanieren, sondern auch wenn sie ein saniertes Wohnobjekt kaufen. Darüber hinaus erhalten sie einen Tilgungszuschuss von bis zu 48.000 Euro. 
  • Energieeffizient Sanieren (Ergänzungskredit 167): Hausherren und -herrinnen werden auch für den Umbau der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien belohnt. Das gilt auch für den Kauf eines Gebäudes mit einer neuen Heizungsanlage. Hier winkt ein Kreditbetrag von bis zu 50.000 Euro. 

Damit Bauherren und -herrinnen und Hauskäufer bzw. -käuferinnen das Maximum an Fördermitteln generieren können, gibt es auch die Möglichkeit, Zuschüsse und Kredite der KfW miteinander zu kombinieren. So erhalten die Kreditnehmer und -nehmerinnen eine umfassende Baufinanzierung. 

Auf dem Weg zur Förderung

Entscheidest du dich als Bauherr oder -herrin oder Käufer bzw. Käuferin einer Bestandsimmobilie dafür, eine Förderung bei der KfW zu beantragen, musst du zunächst überprüfen, ob und in welchem Umfang dein Wohnprojekt gefördert werden kann. Ist das entsprechende Projekt förderbar, dann beantragst du die Zuschüsse direkt bei der KfW-Bank durch einen entsprechenden Online-Antrag. Soll zusätzlich ein KfW-Kredit beantragt werden, ist die Hausbank oder das Kreditinstitut dein Ansprechpartner, von diesem wird der Antrag an die KfW weitergeleitet. 


Über den Autor
Julian Droste
Gründer
Julian ist während des Baus seiner egienen vier Wände auf viele Probleme gestoßen, vor denen er angehende Bauherrinnen und Bauherren mit dem Hausbaukurs schützen möchte.

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